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01.04.2015

22:30 Uhr

Sierra Leone

Ebola-Teams entdecken zehn weitere Erkrankte

Zehn neue Ebola-Kranke meldet Sierra Leone. Die Betroffenen wurden von Spezialeinheiten bei Kontrollen während eines dreitägigen Hausarrests ausfindig gemacht. Die Aktion könnte das Ende der Epidemie im Land bedeuten.

Normalerweise blüht auf dieser Markt-Straße in Freetown, Sierra Leone, das Leben: Um der Ebola-Epidemie endgültig der Garaus zu machen, haben die Behörden einen dreitägigen Hausarrest verhängt. Ebola-Teams sind dann von Haus zu Haus gegangen, um die Bewohner auf den tödlichen Virus zu testen. ap

Hausarrest in Sierra Leone

Normalerweise blüht auf dieser Markt-Straße in Freetown, Sierra Leone, das Leben: Um der Ebola-Epidemie endgültig der Garaus zu machen, haben die Behörden einen dreitägigen Hausarrest verhängt. Ebola-Teams sind dann von Haus zu Haus gegangen, um die Bewohner auf den tödlichen Virus zu testen.

FreetownIm westafrikanischen Sierra Leone sind während eines dreitägigen Hausarrestes neue Ebola-Kranke entdeckt worden. Statt der befürchteten hohen Zahl an „versteckten“ Fällen handele es sich aber lediglich um zehn Menschen, die positiv getestet worden seien, sagte der Leiter der Ebola-Bekämpfung, Alfred Palo Conteh, am Mittwoch. Damit steuere Sierra Leona auf das Ende der Epidemie zu, meinte er. Beobachter sagten jedoch, das Land müsse immer noch viel tun.

Sechs Millionen Einwohner hatten von Freitag bis Sonntag drei Tage lang zu Hause bleiben müssen. Die Regierung sah dies als letzte große Maßnahme an, um die seit gut einem Jahr wütende Seuche endgültig zu bekämpfen. Ebola-Teams gingen von Haus zu Haus, um nach möglichen Kranken zu suchen und die Menschen daran zu erinnern, dass der Kampf gegen die Krankheit noch nicht gewonnen sei. Sie fanden zwar Hunderte Kranke, doch bei lediglich zehn wurde das Virus den Angaben zufolge nachgewiesen.

Bereits im vergangenen September hatte es in dem Land eine ähnliche Aktion gegeben. Damals waren mehr als 260 neue Ebola-Fälle entdeckt worden. Seit Ausbruch dieser Epidemie fielen dem Virus mehr als 10.500 Menschen zum Opfer, die meisten von ihnen in Sierra Leone sowie den Nachbarstaaten Guinea und Liberia.

Von

ap

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