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31.12.2015

09:06 Uhr

Silvester 2015

Wo gefeiert wird – und wo nicht geböllert werden darf

Silvester werden unzählige Partys gefeiert. Darunter auch am Brandenburger Tor oder dem New Yorker Times Square. Doch während das Feiern als unbedenklich erscheint, gibt es große Diskussionen um privates Feuerwerk.

Letzte Vorbereitungen für das Riesenspektakel zu Silvester. dpa

Festmeile am Brandenburger Tor

Letzte Vorbereitungen für das Riesenspektakel zu Silvester.

BerlinMit ausgelassenen Partys und oft auch Feuerwerk begrüßen in der Nacht zum Freitag Milliarden Menschen das Jahr 2016. Bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor treten 90er-Jahre-Bands wie Caught in the Act, Rednex oder Mr. President auf. In weiten Teilen Deutschlands soll die Silvesternacht laut Meteorologen weitgehend trocken und mit Temperaturen über null Grad bleiben. Im Osten der Republik droht jedoch etwas Regen und Glatteis.

In New York treffen sich traditionell Tausende am Times Square mit Konfettiregen, es singen dort diesmal Stars wie Country-Sängerin Carrie Underwood, Demi Lovato oder Rapper Wiz Khalifa. In Europa gibt es zum Beispiel über der Themse in London rund ums Riesenrad London Eye ein mächtiges Feuerwerk. Nach den Terroranschlägen von Paris sind in vielen Städten 2015 die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden.

Hiesige Silvesterbräuche

Fondue

Die Geschichte der Delikatesse aus geschmolzenem Käse ist jahrhundertealt. Ob nun Schweizer oder Franzosen die Urheber waren, wird sich wohl nie eindeutig klären lassen. „Fondue“ bedeutet zu deutsch „geschmolzen“.

Champagner

Das französische Weinanbaugebiet Champagne produziert jährlich fast 340 Millionen Flaschen und macht damit 4,5 Milliarden Euro Umsatz. Eine Flasche Sekt tut's aber auch.

Dinner for One

Der Sketch mit Freddie Frinton und May Warden über Miss Sophies 90. Geburtstag läuft Silvester in allen Dritten Programmen der ARD, und das seit 1963 - „The same procedure as every year“.

Neujahrsansprache

Seit 1970 hält sie der Bundeskanzler, der Bundespräsident spricht zu Weihnachten. Von 1949 bis 1969 war es umgekehrt. Als Erster sprach 1949 Bundespräsident Theodor Heuss.

Bleigießen

... ist ein beliebter Brauch, um die Zukunft vorherzusagen. Da Blei jedoch hochgiftig ist, sollte lieber ungefährliches Zinn gegossen werden. Es schmilzt leicht und lässt sich gut bearbeiten.

Feuerzangenbowle

Verbreitet war sie angeblich schon im antiken Rom. Über einem auf Feuer stehenden Topf wird mit Rum getränkter Zucker über gewürztem Wein abgebrannt. Der gleichnamige Filmklassiker mit Heinz Rühmann von 1944 ist unvergessen.

Neujahrskonzert

Im traditionsreichen Musikverein der österreichischen Hauptstadt Wien geben die Wiener Philharmoniker alljährlich das wohl bekannteste Neujahrskonzert der Welt.

„Guten Rutsch!“

Doch Achtung! Mit Glatteis oder Schneematsch hat der klassische Silvesterwunsch nichts zu tun. Manche Forscher führen ihn auf das jüdische Fest „Rosch Haschana“ zurück. Andere verweisen auf seine Verwendung als Synonym für „Gute Reise“.

Feuerwerk

Böllern in der Neujahrsnacht hat Tradition: Schon die Germanen wollten böse Geister mit Licht und Lärm vertreiben. Die Kampagne „Brot statt Böller“ mahnt allerdings, zu Silvester auch an die zu denken, die nichts zu feiern haben.

In Köln versammeln sich traditionell Tausende fürs Rheinpanorama mit dem Dom, in Frankfurt für die Skyline am Mainufer, in Hamburg rund um die Binnenalster oder an den Landungsbrücken in St. Pauli und in München auf der Theresienwiese oder am Rathaus auf dem Marienplatz. Um Mitternacht schalten Sender wie ARD, ZDF und RTL live nach Berlin.

In Berlin dürfen auf die zwei Kilometer lange Feiermeile zum Beispiel erstmals keine großen Taschen und Rucksäcke mitgebracht werden. Der angrenzende Tiergarten ist für Fußgänger und Fahrradfahrer gesperrt.

In Frankreich herrscht seit den Anschlägen vom 13. November Ausnahmezustand. Im ganzen Land sollen rund 60.000 Polizisten und Soldaten die Nacht ins neue Jahr sichern. Private Böller und Raketen sind in Paris zu Silvester ohnehin verboten. Es wurden deutlich weniger Touristen in der Stadt der Liebe registriert.

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