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02.01.2017

08:50 Uhr

Silvesternacht in Köln

Polizeipräsident bedauert Begriff „Nafris“

Nachdem die Kölner Polizei während der Silvesternacht die Bezeichnung „Nafris“ für Nordafrikaner benutzt hatte, äußert der Polizeipräsident nun sein Bedauern. Es handele sich um einen „Arbeitsbegriff“ der Polizei.

Der Kölner Polizeipräsident verteidigte das Vorgehen seiner Behörde. dpa

Jürgen Mathies

Der Kölner Polizeipräsident verteidigte das Vorgehen seiner Behörde.

KölnDer Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies hat die Verwendung der Bezeichnung „Nafris“ für Nordafrikaner in einem Tweet der Polizei bedauert. „Den Begriff finde ich sehr unglücklich verwendet hier in der Situation“, sagte Mathies am Montag im WDR. „Das bedauere ich außerordentlich.“ Die Bezeichnung werde als „Arbeitsbegriff“ innerhalb der Polizei verwendet.

Die Kölner Polizei hatte am Silvesterabend via Twitter mitgeteilt: „Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft. Infos folgen.“ Dafür war sie kritisiert worden. Mathies verteidigte zugleich das Vorgehen der Polizei, die Gruppen zu überprüfen. Die Bundespolizei habe zuvor schon aus den Zügen gemeldet, dass „hochaggressive“ Gruppen nach Köln unterwegs seien. Die Polizei habe dann das Gruppenverhalten und auch das Verhalten einzelner Personen beobachtet und davon ausgehend kontrolliert.

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„Es ist nun mal so, dass gerade auch aus den Erfahrungen der vergangenen Silvesternacht, aus Erfahrungen, die wir durch Razzien insgesamt auch gewonnen haben, hier ein klarer Eindruck entstanden ist, welche Personen zu überprüfen sind“, sagte Mathies. „Es waren keine grauhaarigen älteren Männer oder blondhaarigen jungen Frauen.“ In einer solchen Situation, in der Tausende Menschen gleichzeitig am Hauptbahnhof einträfen, müsse die Polizei zwingend sofort Entscheidungen treffen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Thomas Behrends

02.01.2017, 13:58 Uhr

Warum sollen wir in Deutschland eigentlich nicht das Kind beim Namen nennen dürfen? Aus irgendwelchen von unseren grünen Gutmenschen diktierten "political correctness" Erwägungen heraus? Es war doch letztes Jahr schon klar, dass es sich bei den Straftätern, die gezielt sexuelle Übergriffe auf Deutsche Frauen vornahmen um Nordafrikaner handelt. Man muss doch nur einmal mit offenen Augen durch die Welt gehen, um zu sehen, was für ein Mistvolk wir uns mit dieser Magrehb-Mafia wir uns hier aufgehalst haben. Schauen Sie sich doch einmal im Düsseldorfer Hauptbahnhof um. Dort habe ich diese Banditen schon letztes Jahr herumlungern sehen.

Einfach nur peinlich wie linke Politiker (allen voran Grüne) uns hier unsere Meinung verbieten wollen.

Reiner Blumenhagen

03.01.2017, 12:36 Uhr

Herr Behrens: "Warum sollen wir in Deutschland eigentlich nicht das Kind beim Namen nennen dürfen?"
Dann machen Sie aber auch Nägel mit Köpfen und "gestatten" die Bezeichnung "Nazi" für die ganzen rechten Hetzer.

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