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13.10.2016

09:40 Uhr

Skandalboxer und Klitschko-Bezwinger

Tyson Fury gibt WM-Titel zurück

Boxweltmeister Tyson Fury hat seine WM-Titel freiwillig und damit einem Entzug durch die Verbände zuvor. Nach Drogenvergehen und Dopingsperre will sich Klitschko-Bezwinger Fury jetzt seiner Depression stellen.

Aufgrund seiner Depression hat der Boxer Tyson Fury seinen Titel zurückgegeben. AP

Manisch depressiv

Aufgrund seiner Depression hat der Boxer Tyson Fury seinen Titel zurückgegeben.

BerlinDer an Depressionen erkrankte Schwergewichtsboxer Tyson Fury hat seine WM-Titel niedergelegt. „Ich habe die Titel im Ring gewonnen, und ich glaube, dass sie im Ring auch verloren gehen sollten, aber ich bin derzeit nicht in der Lage, sie zu verteidigen“, wurde der 28-jährige Brite in einer Mitteilung seines Managements vom späten Mittwoch zitiert.

Er habe daher die „schwierige und emotionale Entscheidung getroffen“, seine Titel offiziell abzugeben. Fury musste allerdings ohnehin mit einer Sperre wegen Dopings und der Aberkennung seiner WM-Titel durch die Verbände WBO, WBA und IBO rechnen.

Fury hatte in der vergangenen Woche dem Magazin „Rolling Stone“ gesagt: „Ich bin ein manisch Depressiver.“ Er sei seit Jahren krank. In letzter Zeit habe er jeden Tag Alkohol getrunken und Kokain geschnupft. „Ich hoffe nur, dass jemand mich tötet, bevor ich mich selbst töte“, gab er in dem Interview an. Alkohol und Drogen seien für ihn die einzige Möglichkeit gewesen, mit seinen psychischen Problemen klarzukommen, hatte Fury gesagt.

In der Mitteilung am Mittwochabend meinte Fury, er stehe „vor einer weiteren Herausforderung in meinem Leben“. Wie gegen Wladimir Klitschko werde er siegen. Im vergangenen November hatte Fury den Ukrainer Klitschko als Weltmeister überraschend entthront.

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