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12.06.2017

11:02 Uhr

Social Media

Wie ich auf Instagram ein Star werde

VonEva Fischer

Stars im Internet gehören zu den Großverdienern in der Werbung. Doch wie schnell gelingt es, Geld zu verdienen? Ein Selbstversuch von Handelsblatt-Volontärin Eva Fischer mit professioneller Hilfe und erstaunlichem Erfolg.

Today 📷 @miriam_shirin

Ein Beitrag geteilt von dresses and places | Eva Fi (@dresses_and_places) am

DüsseldorfMatthias Ziegenhain scrollt sich konzentriert durch alle Bilder, die ich ihm an diesem Januartag in Berlin zeige, bevor er meine digitale Existenz verbal vernichtet. „Keine einheitliche Bildsprache“, lautet das erste Urteil, als der Social-Media-Marketingexperte der Digitalagentur Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr (TLGG) auf meine Bilder schaut, die ich bei Instagram veröffentlicht habe. „Man weiß nicht, wer du bist und was das alles soll.“

Meine Bilder passten visuell nicht zueinander, hätten kein Konzept. Und, natürlich, ich sei nicht nackig genug. Außerdem wirke ich unnahbar, weil ich keine Selfies poste. „Aber“, wende ich ein. „Ich finde Selfies langweilig.“ „Ich auch“, sagt Ziegenhain. Aber es sei eben das, was funktioniere.

Deswegen müsse ich schon an der Qualität der Bilder arbeiten. Viel häufiger posten, mindestens ein Bild täglich. Hashtags setzen, damit ich besser gefunden werde, 30 sind pro Post erlaubt. Und nach jedem Post mindestens eine Stunde für Reichweite sorgen: also Bilder von anderen liken, kommentieren, folgen, auf Kommentare reagieren.

So gut wie Miss Instagram: Zehn Tipps von Pamela Reif

Finde deine Kategorien

Such nach Dingen, die du jeden Tag gerne machst und präsentiere sie auf deinem Account. Und keine Angst, falls deine Interessen eher unbekannt ist und eine Randgruppe anspricht.
(Quelle: aboutpam, http://www.aboutpam.com/personal/how-to-build-an-instagram-following; Stand: 18. September 2016· Pamela)

Qualität

Qualität statt Quantität! Das sollte immer das Motto sein. Versuch immer nur hoch qualitative Bilder hochzuladen, bei denen du auch ein gutes Gefühl hast. Ich würde nie ein Bild hochladen, das ich nicht als „gut“ erachte.

Regelmäßiges Posten

Mindestens ein hoch qualitatives Bild jeden oder jeden zweiten Tag hochladen. Niemand folgt einem Account, der nur ein Bild alle drei Monate postet. Denkt daran, dass es ein schmaler Grat zwischen „viel interessanten Inhalt zeigen“ und „jeden mit zu viel Inhalt nerven“ ist.

Bearbeitung & Filter

Man kann hübsche Bilder noch viel hübscher machen, indem man die richtige Filter und Effekte benutzt. Aber übertreibt lieber nicht!

Der Gesamteindruck des Profils

Manche Profile sehen auf den ersten Blick gleich sehr harmonisch aus. Was ich als sehr wichtig erachte ist: Variation. Man sollte es definitiv vermeiden drei Selfies oder vier Food Bilder nacheinander zu posten.

Entwicklung

Entwickle dich weiter. Finde neue Interessen, verbessere dich oder probier mal etwas ganz anderes aus. Lerne dazu, leg die Messlatte hoch und verbessere dich jeden Tag. Und das wird sich dann automatisch in deinem Account widerspiegeln!

Interessante Leute treffen

Geh zu Events, reise und sprich mit Leuten. Connections sind super wichtig – denn es kommt nicht immer nur auf die „Zahl“ der Follower an!

Unterstützung großer Accounts

Etwas, das ich nie getan habe – aber ich weiß von anderen, dass es hilft! Wenn man das Gefühl hat, dass das mit dem Wachstum einfach nicht klappen will obwohl man kontinuierlich tolle Bilder hochlädt – kontaktiere große Accounts und frag, ob sie dich unterstützen möchten.

Unterschätze den Aufwand nicht

Ich habe keinen freien Tag. Ich habe keinen normalen „Sonntag“. Ich habe auch keinen Feierabend. Manchmal arbeite ich 16 Stunden am Tag, aber wisst ihr was? Ich liebe es und ich habe es mir ausgesucht.

Kontakt zu deiner Community

Rede mit ihnen, nimm ihr Feedback ernst, versuche ihren Wünschen nachzukommen, frag nach ihrer Meinung und bleibe immer bodenständig. Man ist nicht besser, nur weil man viele Follower hat.

P.S.

Man kann Erfolg nicht erzwingen. Genau genommen gibt es keinen „Schlüssel zum Erfolg“ bei Instagram. Manchmal kann man nicht nachvollziehen, wieso ein mittelmäßiger Account bekannt wird und ein richtig schöner Account nicht. Social Media kann man eben nicht zu 100 Prozent erklären und das sollte man auch akzeptieren.

Harte Arbeit, aber ich will ja in den folgenden Monaten groß herauskommen in den sozialen Medien, Influencerin werden. Eine Instagram-Foto-Ikone, die sich eine Fangemeinde aufgebaut hat und von Markenkonzernen dafür bezahlt wird, dass sie bei Instagram und Co. deren Produkte so beiläufig wie möglich bewirbt.

Reich werden im Internet: Die Geldgier packt die neuen Netzhelden

Reich werden im Internet

Die Geldgier packt die neuen Netzhelden

Sie stellen ihre Kaffeebecher oder ihr Essen zur Schau. Und zeigen, wie fit sie sind. Das Internet erzeugt immer mehr Promis, die nun für die Werbung entdeckt werden. Auf den Spuren eines Phänomens: Vorbilder im Netz.

Kaum ein Wort löst in der Marketingwelt derzeit so zuverlässig Freude aus wie Influencer. Längst verloren geglaubte Zielgruppen wie Jugendliche oder Menschen, die kein Fernsehen mehr schauen, oder neues Nischenpublikum sollen so doch noch für Marken begeistert werden.

Die digitale Schleichwerbung ist zur Boombranche avanciert und hat ihre ganz eigenen Phänomene hervorgebracht. So wie Bibi, den YouTube- und Schminktipp-Star, die gerade ihre Millionen Fans überrumpelte, indem sie einen eigenen Song rausbrachte. Die Aufmerksamkeit ist so groß, dass nach Mode- und Beautybranche sich vom Wischmopphersteller bis zu Automobilkonzernen wie Porsche und Alfa Romeo gerade alle in die Welt der Influencer stürzen.

„Der Blogger weiß selbst am besten, wie er sich und den Interessen seiner Follower treu bleibt“, sagte erst kürzlich ein Marketingmanager bei Alfa Romeo dem Branchenblatt „Horizont“. Man schreibe nichts vor. Das klingt gut. Ich will das auch ausprobieren.

Kommentare (1)

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Herr Alessandro Grande

12.06.2017, 11:52 Uhr


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