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15.09.2013

18:54 Uhr

Spanien

Flammen zerstören Naturparadies in Galicien

Ein Feuer hat weite Teile eines Naturparadieses im spanischen Galicien dem Erdboden gleichgemacht. Für die Region war es der bislang verheerendste Waldbrand des Sommers. Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle.

An den Löscharbeiten nahmen amtlichen Angaben zufolge zeitweilig bis zu 112 Feuerwehr-Brigaden sowie Angehörige der Forstwache und der Militärischen Nothilfeeinheit UME teil. dpa

An den Löscharbeiten nahmen amtlichen Angaben zufolge zeitweilig bis zu 112 Feuerwehr-Brigaden sowie Angehörige der Forstwache und der Militärischen Nothilfeeinheit UME teil.

MadridDer verheerendste Waldbrand des Sommers in der spanischen Region Galicien hat ein Naturparadies verwüstet. Ein 2200 Hektar großes Gebiet am 627 Meter hohen Berg Monte Pindo im Nordwesten des Landes sei in drei Tagen dem Erdboden gleichgemacht worden, teilte die Regionalregierung am Sonntag mit. Das Mittwochabend aus noch unbekannter Ursache in der Gemeinde Carnota ausgebrochene Feuer sei aber seit Samstagabend unter Kontrolle.

„Das ist eine Tragödie, es ist zum Weinen. Ein solches Feuer hat es in dieser Region nie gegeben“, sagte Carnota-Bewohner Manuel Fernández der spanischen Nachrichtenagentur efe. Verletzte gab es laut Medienberichten nicht. Dafür seien neben der Pflanzen- und Tierwelt auch zahlreiche Häuser und Gärten in Mitleidenschaft gezogen worden. An den Löscharbeiten nahmen amtlichen Angaben zufolge zeitweilig bis zu 112 Feuerwehr-Brigaden sowie Angehörige der Forstwache und der Militärischen Nothilfeeinheit UME teil. Zudem wurden 14 Hubschrauber und acht Tankflugzeuge eingesetzt.

Der Monte Pindo gilt als eines der einzigartigsten Naturgebiete Galiciens. Er beherbergt viele vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten und den einzigen Fluss, der in Europa als Wasserfall ins Meer mündet. Für die Kelten war der Pindo mit seinen sonderbaren Felsformen ein mystischer Berg.

Galicien war dieses Jahr von Sommerwaldbränden besonders stark betroffen. Insgesamt wurden nach Behördenangaben 15.000 Hektar zerstört. Die Behörden betonten immer wieder, dass nicht nur die Wetterverhältnisse mit Trockenheit, starken Winden und teilweise sehr hohen Temperaturen schuld seien. Oft seien vielmehr Nachlässigkeit und vor allem Brandstiftung die Ursache der Waldbrände.

Der Chef der Regionalregierung, Alberto Núñez Feijóo, sprach am Sonntag von einer „Plage“ von Brandstiftern, die man verfolgen und zur Rechenschaft ziehen wolle. „Menschen setzen unser Land absichtlich unter Feuer“, Fälle von Unvorsichtigkeit seien in der Minderheit, klagte er im Gespräch mit dem Sender „Radio Galega“.

Von

dpa

Kommentare (3)

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BurnoutDoughnut

15.09.2013, 19:34 Uhr

Löschflugzeuge kommen leider erst dann zum Einsatz wenn es schon brennt. Es wäre schon ein Verbesserung, wenn man gelegentlich mal vorher giessen tät...

wolfshund

16.09.2013, 02:48 Uhr

Sie können ja ein so riesiges Areal mit der Gieskanne gießen...anfangen...Sie sitzen wohl nur am PC oder in der Wirtsstube maximal. Keine Ahnung von Natur, allenfalls vom spießigen Schrebergarten.

BurnoutDoughnut

16.09.2013, 09:58 Uhr

Kleingeist? Ist einzig und allein ein Geldthema für den Treibstoff und nicht eins der Machbarkeit... ;-)

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