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03.04.2006

13:36 Uhr

Sparen

Bei den Briten wird das Wasser knapp

Seit Montag dürfen rund 13 Millionen Briten nicht mehr ihre Rasen wässern und auch ihre Autos nicht mehr mit Wasser aus der Leitung waschen. Der Grund: Weil es in Großbritannien seit Monaten nur noch vereinzelt Niederschläge gab, ist die Ressource Wasser knapp geworden.

HB LONDON. Besonders stark ist der gesamte Südosten Englands mit der Acht-Millionen-Metropole London vom Wassermangel nach einem für britische Verhältnisse extrem trockenen Winter betroffen. Das vergangene Jahr gehörte in England zu den trockensten seit Beginn der Wetter-Statistiken. Die ungewöhnliche Trockenperiode habe schon im November 2004 begonnen, erklärte der Wetterdienst. Die Lage im Südosten Großbritanniens sei auch deshalb so prekär, weil es dort bei vergleichsweise großer Bevölkerungsdichte relativ wenige Wasserreservoirs gebe. Die Vorräte seien auf dem niedrigsten Stand seit etwa einem Jahrhundert.

Bei Verstößen gegen das Gartenspreng- und Autowaschverbot können nach Angaben des Londoner Wasserbetriebes Thames Water - eine Tochter des deutschen RWE-Konzerns - ab sofort Strafen von umgerechnet bis zu 1 500 Euro verhängt werden. Die Umweltbehörde Environment Agency (EA) hält es auch für möglich, dass bei weiterer Trockenheit die gesamte Wasserversorgung in den kommenden Monaten stundenweise unterbrochen wird.

Nach den Wetter-Statistiken gab es seit 1897 bislang nur zwei Jahre, die trockener waren als 2005. Die vorigen größeren Wasser- Rationierungen in England liegen bereits mehr als ein Vierteljahrhundert zurück. 1976 wurden auf den Straßen Standrohre aufgestellt, aus denen dann das Wasser ausgegeben wurde.

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