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07.02.2005

11:16 Uhr

Spekulationen um Tonbandaufzeichnung

Ärzte von Johannes Paul II. geben sich optimistisch

Papst Johannes Paul II. wird die derzeitige akute Erkrankung nach Auskunft seiner Ärzte überstehen. Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der 84-Jährige in Zukunft ähnliche Rückfälle erleiden werde. Unterdessen wurden Gerüchte laut, wonach der Pontifex den Sonntags-Segen nicht live gesprochen haben soll.

Ein von seiner Krankheit gezeichneter Johannes Paul II. Foto: dpa

Ein von seiner Krankheit gezeichneter Johannes Paul II. Foto: dpa

HB ROM. Papst Johannes Paul II. wird seine derzeitige akute Erkrankung nach Auffassung seiner Ärzte überstehen. „Es ist sicher, dass der Papst diese Krise überwinden wird“, sagte der Narkosearzt Corrado Manni der römischen Zeitung „La Repubblica“. Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass das 84-jährige Kirchenoberhaupt in Zukunft ähnliche Rückfälle erleiden werde. Der Mediziner, der den Papst schon in der Vergangenheit mehrmals bei Operationen betreut hatte, betonte erneut, dass Johannes Paul II. seit Jahren an der Parkinson-Krankheit leidet, was „eine Reihe von Risiken“ mit sich bringe: „Parkinson ist nicht heilbar, man kann den Krankheitsverlauf höchstens verzögern“, sagte Manni.

Nachdem das Kirchenoberhaupt sich am Sonntag erstmals seit Tagen wieder der Öffentlichkeit gezeigt hatte, gab es am Montag in Italien Spekulationen, dass der Pontifex den Segen nach dem Mittagsgebet nicht live gesprochen habe. Es habe sich um eine Tonbandaufnahme gehandelt, hieß es. Jedoch dementierte der Vatikan dies umgehend: „Die Worte des Heiligen Vaters hat er im gleichen Moment ausgesprochen, in dem wir sie gehört haben, und dies in einer Live-Übertragung“, sagte Vatikan-Sprecher Joaquín Navarro-Valls. Am Vormittag wollte der Vatikan ein neues ärztliches Bulletin veröffentlichen.

Italienische Medien hoben hervor, wie schwer dem 84-Jährigen am Sonntag das Sprechen gefallen war, als er sich nach fünf Tagen erstmals am Fenster seines Krankenhauszimmers zeigte. Der Papst liegt seit vergangenem Dienstagabend in der römischen Gemelli-Klinik. Er litt an schwerer Atemnot in Folge einer akuten Kehlkopfentzündung und Grippe.

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