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09.10.2012

21:00 Uhr

Sprung durch Schallmauer

Baumgartners Rekordversuch vertagt

Der Rekordversuch von Felix Baumgartner ist wegen böigen Winds abgesagt. Aus 36 Kilometern wollte sich der Österreicher Richtung Erde stürzen – und dabei die Schallmauer durchbrechen. Jetzt wird ein neuer Termin gesucht.

Baumgartner bei den Tests im Frühjahr 2012. dapd

Baumgartner bei den Tests im Frühjahr 2012.

Roswell/WienStarker Wind hat den spektakulären Sprung des Extremsportlers Felix Baumgartner aus der Stratosphäre am Dienstagabend erneut verhindert. Der Extremsportler saß am Startplatz in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico schon in seiner Kapsel und war bereit für den Aufstieg in die Stratosphäre als das Aus von Mentor Joe Kittinger kam. „Wir müssen abbrechen“, sagte Kittinger in der Live-Übertragung des Startversuchs.

Der hauchdünne Heliumballon streifte vor dem Start nach einer Windböe den Boden. Das Team konnte somit die Sicherheit der Mission nicht mehr garantieren. Für Baumgartner, der als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen will, sind optimale Windverhältnisse beim Start unbedingte Voraussetzung.

Denn zu großer Windwiderstand könnte die Außenhülle des Ballons, der zehnmal dünner ist als eine herkömmliche Plastiktüte, leicht beschädigen. Dies hätte zu einem Absturz bereits am Beginn der Mission führen können. Fallschirme könnten Baumgartner in dieser Distanz vermutlich nicht ausreichend schützen. Der Salzburger stieg sichtlich enttäuscht aus seiner Kapsel.

Bereits am Montag wollte Baumgartner zu seinem Rekordvorhaben in die Stratosphäre aufbrechen, doch eine Kaltfront verhinderte dies. Am Dienstag verschob das Team den Start zunächst für sechs Stunden bevor das finale Aus kam. Ein neuer Versuch für die halsbrecherische Mission könnte am Donnerstag stattfinden, sagte ein Sprecher des Projekts der Nachrichtenagentur dpa. Fixiert sei allerdings noch nichts.

Versuch vertagt

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Bei einem erfolgreichen Sprung würde der Salzburger gleich vier Rekorde brechen: die höchste bemannte Ballonfahrt, den längsten freien Fall, die höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit und den höchsten Absprung der Welt.

Baumgartner will mit einem Heliumballon rund drei Stunden lang in die Stratosphäre aufsteigen. Währenddessen wird Baumgartner in einer handgefertigten Kapsel sitzen, die ein Käfig zusätzlich schützt. Das Modul soll den Extremsportler unter anderem vor der extremen Kälte und dem niedrigen Sauerstoffgehalt in der Stratosphäre schützen.

Sobald Baumgartner in 36 Kilometern Höhe angekommen ist, will er aus der Kapsel steigen und eine Plattform als stabile Absprungmöglichkeit nutzen. Dabei schützen ihn nur noch ein spezieller Druckanzug und ein Helm.

Etwa 30 Sekunden nach dem Sturz in die Tiefe - in etwa 32 Kilometern Höhe - will Baumgartner die Schallmauer für 20 Sekunden durchbrechen. Dafür muss er es schaffen, seinen Körper extrem starr und stabil zu halten. Nach Expertenangaben wird es dabei keinen Knall zu hören geben, wie er etwa beim Überschall-Jet Concorde typisch war, da der Luftwiderstand in so großer Höhe zu gering ist.

Etwa fünfeinhalb Minuten wird dann der freie Fall des Extremsportlers dauern. Im Idealfall zieht Baumgartner in einer Höhe von 1500 Metern selbst einen Fallschirm und landet wieder heil auf der Erde. Sollte er noch in der Luft ins Trudeln geraten, wird sich ein Fallschirm automatisch öffnen. Das 1315 Kilogramm schwere Modul wird nach dem Absprung per Fernsteuerung vom Heliumballon losgelöst und mittels eines Fallschirm-Systems langsam auf die Erde abgesenkt.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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FelixB

09.10.2012, 20:07 Uhr

Felix Baumgartner heißt der gute Mann...

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