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19.01.2004

11:16 Uhr

Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Mijailovic-Anwalt macht Psychiatrie für Mord an Lindh verantwortlich

Versäumnisse und Fehler bei der psychiatrischen Behandlung des Täters sollen mitverantwortlich für den Mord an Schwedens Außenministerin Anna Lindh sein. Diese Vorwürfe erhob der Verteidiger des Angeklagten Mijailo Mijailovic in seinem Schlussplädoyer. Anwalt Peter Althin sagte, dem Angeklagten sei unmittelbar vor dem Attentat am 10. September des vergangenen Jahres die erbetene Aufnahme in eine Psychiatriestation verweigert worden.

Der mutmaßliche Lindh-Mörder. Foto: dpa

Der mutmaßliche Lindh-Mörder. Foto: dpa

HB STOCKHOLM. Außerdem habe eine „schwere und unkontrollierte Medikation“ den psychischen Zustand des Attentäters verschlechtert. Mijailovic hatte die tödlichen Messerstiche gegen Lindh in einem Stockholmer Kaufhaus vor Gericht gestanden, dabei aber jede Tötungsabsicht bestritten. Althin beantragte eine rechtspsychiatrische Untersuchung seines Mandanten, um dessen Schuldfähigkeit zu klären. Der Angeklagte verzichtete auf ein Schlusswort.

Die Staatsanwaltschaften beantragte in ihrem Schlussplädoyer lebenslange Haft wegen Mordes. Das endgültige Urteil mit dem Strafmaß wird nach dem Ende der psychiatrischen Untersuchung Ende Februar erwartet.

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