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25.06.2014

15:41 Uhr

Staatsanwalt

Schumachers Krankenakte bleibt verschwunden

Wo ist das Leck? Nach dem möglichen Diebstahl von Teilen der Krankenakte Schumachers wird in Frankreich ermittelt. Die Klinik in Grenoble checkt ihr Datensystem. Die Akte wird unterdessen den Medien zum Kauf angeboten.

Die gestohlene Krankenakte wurde verschiedenen Medien für knapp 50.000 Euro zum Kauf angeboten. AFP

Die gestohlene Krankenakte wurde verschiedenen Medien für knapp 50.000 Euro zum Kauf angeboten.

GrenobleNach dem angeblichen Diebstahl von Teilen der Krankenakte Michael Schumachers suchen die Ermittler in Frankreich nach dem möglichen Leck. „Es gibt im Moment keine Gewissheit in dieser Affäre“, zitierte die Regionalzeitung „La Dépêche du Midi“ am Mittwoch den in Grenoble ermittelnden Staatsanwalt Jean-Yves Coquillat.

Bei den Unterlagen soll es sich um den Entwurf für einen Arztbrief handeln. Die elf oder zwölf Seiten fassen angeblich die medizinische Entwicklung während der Behandlung des früheren Formel-1-Weltmeisters in der Universitätsklinik von Grenoble zusammen.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist es wahrscheinlich, „aber nicht erwiesen“, dass die Unterlagen aus Grenoble stammen. Dort war Schumacher nach seinem schweren Skiunfall Ende Dezember fast sechs Monate lang behandelt worden.

Die Daten sollen unter dem Pseudonym „Kagemusha“ verschiedenen Medien per Mail zum Kauf angeboten worden sein. Kostenpunkt für die Hehlerware: 60 000 Franken, das sind knapp 50 000 Euro. „Kagemusha“ ist ein japanischer Historienfilm, der 1980 bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme als bester Film ausgezeichnet wurde.

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