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11.05.2013

12:22 Uhr

Statistik

Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland hat 2012 deutlich zugenommen. Knapp neun Prozent mehr Einbrüche verzeichneten die Statistiker in deutschen Wohnungen. Gleichzeitig sank die Aufklärungsrate.

Die Einbrüche in Deutschland haben zugenommen. dpa

Die Einbrüche in Deutschland haben zugenommen.

BerlinIn Deutschland wird immer öfter in Wohnungen eingebrochen – im Schnitt alle vier Minuten. Im vergangenen Jahr habe es insgesamt 144 117 Einbrüche gegeben, berichtet die „Welt am Sonntag“ („WamS“) unter Berufung auf die ihr vorliegende Polizeiliche Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am kommenden Mittwoch vorstellen will. Das sei ein Anstieg um 8,7 Prozent. In mehr als 61 000 Fällen seien die Täter tagsüber gekommen (plus 9,5 Prozent). Auch die Zahl der Raubüberfälle in Wohnungen habe mit 3025 Fällen um 3,9 Prozent zugenommen. Die Aufklärungsquote sei hingegen rückläufig.

„Die neuesten Zahlen sind alarmierend. Die Kosten für Einbruchschäden haben mit rund 470 Millionen Euro einen neuen Rekord erreicht“, sagte Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, dem Blatt. Das seien 50 Millionen Euro oder zwölf Prozent mehr als 2011. Die Schadenssumme sei hoch, weil sich „in immer mehr Haushalten teure elektronische Geräte wie Laptops, Tablet-PCs und Smartphones befinden“. Im Schnitt liege die Schadenssumme bei 3300 Euro pro Einbruch (Vorjahr 3050 Euro).

Die Täter bleiben dem Bericht zufolge meist unerkannt. Während die Aufklärungsquote bei der Gesamtkriminalität 54,4 Prozent (minus 0,3 Prozent) betrage, liege sie beim Wohnungseinbruch nur bei 15,7 Prozent (minus 0,5 Prozent). Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bezeichnet Deutschland als „Eldorado für Einbrecher“. „Die Täter gehen weiterhin glücklichen Zeiten entgegen“, sagte der Vorsitzende André Schulz der „WamS“.

Ein Grund dafür seien Personaleinsparungen. Schulz, sagte der Zeitung, es fehle fast überall kriminalistisch ausgebildetes Personal für eine „qualifizierte Tatort-, Ermittlungs- und Analysearbeit“. „Unseren Beamten bleibt oftmals nur der polizeiintern sogenannte Beileidsbesuch bei den Geschädigten und die statistische Erfassung der Tat“, fügte er hinzu.

Kommentare (13)

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investival

11.05.2013, 12:49 Uhr

Auch nicht denken geschweige denn sagen darf man bald wohl, dass es (auch) einen Zusammenhang mit der Steuermittelver(sch)wendung für alternativlos Wichtiges zur Kriegsvermeidung gibt ...

A.Nonym

11.05.2013, 12:54 Uhr

rein statistisch und quantitativ betrachtet gibt es einen viel deutlicheren Zusammenhang mit den immer zahlreicher werdenden Rentnern - bei denen gibt es bestechende Motive Motive: viel Zeit, wenig Geld. Die Statistik besagt ja auch, dass überproportional mehr Einbrüche tagsüber stattfinden (zwischen Arztterminen schnell mal einen Bruch...)
;-)

Micha

11.05.2013, 13:20 Uhr

Zum Glück gibt es im Herbst eine Alternative für Deutschland, die auch den unkontrollierten Zuzug beenden will!

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