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05.06.2012

11:08 Uhr

Stephen Baldwin klagt

Kevin Costner wegen Geschäft mit BP vor Gericht

Kevin Costner ist nicht nur Schauspieler, sondern auch an einem Unternehmen beteiligt, das Geschäfte mit BP macht. Auch Hollywood-Star Stephen Baldwin hielt Anteile an der Firma - und fühlt sich von Costner betrogen.

Kevin Costner wird verklagt. Reuters

Kevin Costner wird verklagt.

New OrleansJuristische Schlammschlacht zwischen zwei Hollywood-Stars: Kevin Costner wird wegen eines Geschäfts mit dem Ölriesen BP von seinem Schauspielkollegen Stephen Baldwin auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Baldwin und sein Freund Spyridon Contogouris warfen Costner zum Prozessauftakt am Montag vor, sie bei der Veräußerung ihrer Anteile an dem Millionendeal überlistet zu haben. Dabei ging es um den Verkauf eines Ölräumgeräts an BP, das vor zwei Jahren bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erprobt wurde. Costner und sein ebenfalls verklagter Geschäftspartner Patrick Smith sind an dem Unternehmen Ocean Therapy Solutions (OTS) beteiligt, das die Zentrifugen zum Abscheiden von Öl vertreibt.

Costners Anwalt Wayne Lee sagte vor Gericht in New Orleans, der Schauspieler - bekannt aus „Der mit dem Wolf tanzt“ - werde nur aus einem Grund verklagt: „Er ist berühmt.“ Costner habe mit der Entscheidung Baldwins und Contogouris', ihre Anteile an OTS zu verkaufen, nichts zu tun gehabt. Der Schauspieler habe sich bei BP für das Räumgerät eingesetzt, weil er die Golfküste vor der Ölpest habe schützen wollen. „Keine gute Tat bleibt ungestraft“, sagte Lee in seinem Eröffnungsplädoyer.

Schauspieler Stephen Baldwin glaubt, dass Kevin Costner ihn betrogen habe. dapd

Schauspieler Stephen Baldwin glaubt, dass Kevin Costner ihn betrogen habe.

Der Anwalt der Kläger, James Cobb, erklärte dagegen, seine Mandanten seien systematisch um mehrere Millionen betrogen worden. Baldwin („Flintstones in Viva Rock Vegas“) und Contogouris seien bewusst von einem Treffen zwischen Costner, Smith und BP-Manager Doug Suttles am 8. Juni 2010 ausgeschlossen worden, bei dem Suttles einer Anzahlung in Höhe von 18 Millionen Dollar für die Bestellung von 32 Geräten für einen Gesamtpreis von 52 Millionen Dollar zugestimmt habe.

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