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13.03.2014

11:31 Uhr

Steuer-Prozess

Verteidigung fordert Einstellung des Verfahrens gegen Hoeneß

Die Staatsanwaltschaft fordert im Steuer-Prozess gegen den FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Die Verteidigung plädiert auf eine Einstellung des Verfahrens oder Bewährung.

Letzter Prozesstag

Versteinerte Miene: Hoeneß wartet auf sein Urteil

Letzter Prozesstag: Versteinerte Miene: Hoeneß wartet auf sein Urteil

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MünchenIm Steuer-Prozess gegen Uli Hoeneß fordert die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens. Sollte seine Selbstanzeige vom Gericht als unwirksam angesehen werden, dann plädiert die Verteidigung für eine Bewährungsstrafe gegen den Präsidenten des FC Bayern München. „Die Tat wird überlagert von einer vollständigen Rückkehr zur Steuerehrlichkeit“, sagte Anwalt Hanns Feigen am Donnerstag vor dem Landgericht München.

„Die Stunde Null dieses Verfahrens ist der 17. Januar 2013. Das war die Rückkehr des Herrn Hoeneß zur Steuerehrlichkeit.“ Es gebe bisher keine Urteile, wie mit einer solchen fehlgeschlagenen Selbstanzeige umzugehen sei. Das Urteil werde nicht vor 14 Uhr fallen, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz.

Zuvor hatte die Anklage für eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten plädiert. Es handele sich um einen besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung, sagte Staatsanwalt Achim von Engel. „Eine wirksame Selbstanzeige, die die Verfolgung verhindern würde, liegt nicht vor.“ An den Staatsanwalt gerichtet sagte Verteidiger Feigen, er halte die beantragte Strafe „in der Oktave für völlig verfehlt“.

Die Staatsanwaltschaft war in ihrer Anklage noch von 3,5 Millionen Euro hinterzogenen Steuern ausgegangen. Im Laufe der ersten drei Prozesstage vervielfachte sich diese Summe auf 27,2 Millionen Euro. Die Verteidigung hat diese Steuerschulden anerkannt.

Die gut 27 Millionen Euro basieren auf Berechnungen der Steuerfahndung Rosenheim. Das Gros davon entfällt auf unversteuerte Devisengeschäfte des Wurstfabrikanten in den Jahren 2003 bis 2009. Die Verteidiger erkannten die Summe vor Gericht an. Das Landgericht München muss entscheiden, ob es die Selbstanzeige des Fußballmanagers als vollständig und damit rechtmäßig wertet.

Folgt das Gericht dem Antrag des Staatsanwaltes, müsste Hoeneß im Falle eines rechtskräftigen Urteils ins Gefängnis. Bei einem Strafmaß von mehr als zwei Jahren ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen.

Kommentare (13)

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13.03.2014, 10:50 Uhr

Es wird Zeit, dass dieser Prozess endlich zuEnde geht, denn er wird extrem dazu genutzt, die ganzen Schweinereien, die passieren, um die Bevoelkerung weiter zu verarmen (Lebensversicherungen), das Schaffen von Fakten, mit einer nicht gewaehlten Regierung in der Ukraine (Man will die Wahlen nicht abwarten, weil man weiss, dass diese unrechtmaessige Regierung nicht bestaetigt wird, die Liste liesse sich unendlich fortstetzen!

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13.03.2014, 10:57 Uhr

"Folgt das Gericht dem Antrag des Staatsanwaltes, müsste Hoeneß definitiv ins Gefängnis. Bei einem Strafmaß von mehr als zwei Jahren ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen." Wohl kaum, ein solches Urteil würde doch sicherlich eine Revision nach sich ziehen. Der Staatsanwalt muss natürlich eine drakonische Strafe fordern. Jetzt liegt es am Geschick und auch an der Weisheit des Richters ein Urteil zu sprechen, das Herrn Hoeneß nachhaltig vor Augen führt, dass er offensichtlich massiv gegen das Steuerrecht verstoßen hat, andererseits dem deutschen Staat eine erhebliche Geldsumme zuführt. - Mein Tipp: 2 Jahre auf Bewährung + Steuernachzahlung + Geldstrafe so um die 50 Mio. €.

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13.03.2014, 11:07 Uhr

Was Journalisten und Experten als besonders kluge Strategie seines Rechtsverdrehers versuchen zu interpretieren, ist in Wahrheit eine Verzweifelungstat wegen der erwiesenen Dummheit des Mandanten.
Dieser Hoeneß gehört weggesperrt - auf Jahre hinaus. Und das wird noch heute so kommen. Jede Wette.

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