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02.12.2014

10:19 Uhr

Stiftung Warentest

Billige Waschmaschinen gehen schneller kaputt

VonHeidi Trabert

Wer Kurzwaschprogramme nutzt, wäscht nicht effizient. Und wer bei der Anschaffung einer Waschmaschine sparen will, könnte schnell böse überrascht werden. Die Stiftung Warentest unterzog Waschmaschinen einem Langzeittest.

Für normal verschmutzte Wäsche reichen 40 Grad. dpa

Für normal verschmutzte Wäsche reichen 40 Grad.

DüsseldorfDie perfekte Waschmaschine entfernt nicht nur Schmutz und Flecken von der Wäsche. Sie tötet auch noch Keime ab, ist sparsam und verrichtet ihren Dienst zuverlässig über viele Jahre. Für drei von dreizehn Geräten ist das zu viel verlangt. Sie sind bei der Stiftung Warentest durchgefallen.

Wer heute eine Waschmaschine kauft, achtet auf das so genannte Energieeffizienzlabel. Begehrt ist vor allem die Auszeichnung „A+++“. Sie besagt, dass eine Waschmaschine im Eco-Sparprogramm besonders wenig Strom verbraucht.

Damit sie die geforderte Energieeffizienz erreichen, heizen viele moderne Maschinen das Wasser aber nicht mehr bis auf die versprochenen 60 Grad. Sogar auf weniger als 40 Grad kamen zwei Maschinen bei der Untersuchung von Stiftung Warentest.

Der Nachteil: Bei niedrigeren Waschtemperaturen werden nicht alle Keime abgetötet. Das kann für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden. Sie sollten deshalb ein Vollwaschmittel mit Bleiche und besser das 60-Grad-Normalprogramm verwenden.

Stiftung Warentest: Waschmaschinen im Langzeittest

Dauertest

Die Stiftung Warentest simulierte bei den 13 getesteten Waschmaschinen zehn Jahre Alltagsbelastung.

Quelle: Stiftung Warentest, Waschmaschinentest 11/2014

Kriterien

Geprüft wurden neben der Waschleistung auch die Spül- und Schleuderwirkung, die Laufzeit je Wäsche und die maximale Wassertemperatur. In die Bewertung flossen außerdem der Komfort, Umwelteigenschaften und der Schutz vor Wasserschäden mit ein.

Testsieger

Drei Maschinen haben den Test gewonnen: Bosch WAY28742, Siemens WM14Y74D und Miele WKF 110 WPS. Der Komfort ist unterschiedlich, und manche tricksen beim Eco-Programm.

Beste Waschleistung

AEG Lavamat L76471PFL: Keine Maschine wusch sauberer – und keine brauchte im Eco-Programm länger.

Die billigste Gute

Candy GrandO EVO 1473 DE: Wer Abstriche beim Komfort macht, kann hier locker 800 Euro Kaufpreis im Vergleich zum teuersten Modell sparen.

Die Umweltfreundlichste

Haier HW70-B14266: Verbrauchte im Test am wenigsten Strom und Wasser. Allerdings war die Waschleistung nur mittelprächtig.

Die Solide

Whirlpool AWO 7S884: Günstiger Preis und solide Leistung.

Verlierer (1)

Beko WBB 71443 LE: Das einzige Modell unter 400 Euro hielt dem Dauertest nicht stand. Die Elektronik versagte.

Verlierer (2)

Gorenje W 8544 T: Schlechte Waschleistung und dann auch noch kaputt. Das Dämmmaterial löste sich und sorgte für den Totalausfall

Verlierer (3)

LG F 14A8QDA: Gute Waschleistung bis zum verfrühten Crash. Heizte das Wasser im Sparprogramm aber nur bis auf 31 Grad.

Dies gilt auch für Wäsche von Menschen mit Pilzbefall oder nach Infekten mit Durchfall. Bettwäsche von Hausstauballergikern sollte mindestens eine Waschtemperatur von 50 Grad erreichen. Für normal verschmutzte Wäsche reichen aber 40 Grad.

Erstaunlich: Obwohl alle von den Verbraucherschützern getesteten Waschmaschinen im Energiesparmodus weniger heiß waschen als angegeben, schnitten zwölf von dreizehn Eco-Programmen bei der Waschleistung genauso gut ab wie die 60-Grad-Normalprogramme. Dabei kostete ein Eco-Waschgang im Schnitt 16 Cent weniger für Wasser und Strom.

Ein niedriger Anschaffungspreis ist aber kein Garant für sparsames Waschen. Denn drei Maschinen aus dem unteren Preissegment waren dem Alltagstest der Verbraucherschützer nicht gewachsen. Sie gaben bereits nach der Hälfte des Dauertests den Geist auf.

Kommentare (1)

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Herr Woldemar von Stechlin

02.12.2014, 13:27 Uhr

Der Energiesparwahn treibt schon seltsame Blüten:

Die mechanische Belastung von 3.5 Std. Durchgeknete ist nämlich auch nicht gut für die Wäsche. Evtl. spart man ein paar wenige Cent, dafür gibt man dann viele Euro für neue Klamotten aus.

Ökologisch ist das dann nicht, denn die Herstellung von Baumwolle ist sehr wasser- und energieintensiv.

Aber Hauptsache man hat/ist als als Gutmensch ein A+++++++++++++++++

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