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27.03.2012

08:54 Uhr

Strauss-Kahn

Französische Justiz leitet Ermittlungen wegen Sex-Partys ein

Der ehemalige IWF-Chef muss sich wegen illegalen Partys mit Callgirls wohl vor Gericht verantworten. Er wird der „organisierten Zuhälterei“ verdächtigt – und er ist in hochrangiger Gesellschaft.

Zuhälterei-Vorwürfe gegen Strauss-Kahn

Video: Zuhälterei-Vorwürfe gegen Strauss-Kahn

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LilleIn der Affäre um Sexpartys hat die französische Justiz am Montag ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn eingeleitet. Die Vorwürfe lauteten auf „organisierte Zuhälterei“, erklärte die Staatsanwaltschaft nach stundenlanger Befragung des 62-Jährigen durch Untersuchungsrichter in Lille. Nach französischem Recht bedeutet eine vorläufige Anklage, dass die Behörden Grund zur Annahme haben, dass eine Straftat begangen worden ist, aber mehr Zeit für die Ermittlungen benötigen.

Die zuständigen Ermittlungsrichter hätten eine ursprünglich für Mittwoch geplante erneute Vernehmung vorgezogen. Strauss-Kahn sei gegen Zahlung von 100.000 Euro unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Er dürfe aber nicht mit den weiteren Verdächtigen Kontakt aufnehmen.

Strauss-Kahns Anwälte teilten mit, er habe alle Vorwürfe „mit größter Entschiedenheit“ zurückgewiesen. Er habe nichts von Prostituierten gewusst. Laut Staatsanwaltschaft wurde Strauss-Kahn gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt, aber unter Polizeiaufsicht gestellt. Strauss-Kahn hatte an einer Reihe von Sexpartys in Luxushotels in Paris und in den USA teilgenommen. Für die Prostituierten sollen Unternehmer bezahlt haben.

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Unklar ist, ob Strauss-Kahn wusste, dass es sich bei den zu den Partys eingeladenen Frauen um Prostituierte handelte. Außerdem versuchen die Ermittler herauszufinden, ob der frühere IWF-Chef sich über die Herkunft des Gelds im Klaren war, mit dem die Partys bezahlt wurden.

Auf Beteiligung an Zuhälterei stehen in Frankreich bis zu 20 Jahre Haft, für Beihilfe zur Veruntreuung von Firmengeldern drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. An den Sexpartys hatte auch die Nummer zwei der Polizei für Nordfrankreich, Jean-Christophe Lagarde, teilgenommen.

Im Vorjahr hatte er nach Vergewaltigungsvorwürfen des New Yorker Zimmermädchens Nafissatou Diallo nicht nur den IWF-Chefposten, sondern auch seine Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten aufgegeben. Die US-Justiz stellte das strafrechtliche Verfahren zwar wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau ein. Die Zivilklage, in der Diallo Schadensersatz fordert, blieb davon aber unberührt. Eine erste Anhörung findet am Mittwoch vor einem Gericht in New Yorker statt.

Kommentare (7)

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ksbs

27.03.2012, 01:19 Uhr

Mensch,das sind "Personal-Führung-Gespräche"....HaHaHa...

Account gelöscht!

27.03.2012, 05:04 Uhr

Sieht so aus, als ob der Kahn ein Loch hat und sinkt. Aber mit seinen Beziehungen und Finanzmitteln lässt sicherlich jedes Loch stopfen.

lansky666

27.03.2012, 07:53 Uhr

Aruba,
sind Sie aus der Klapsmühle ausgebrochen oder was?
Sie können über DSK ja denken was Sie wollen aber was soll die unsachgemäße Nazirethorik?
Ob Sie nun eine französischen Pass haben oder jüdische Verwandte Ihre Art der Sichtweise gehört doch eher ins Forum " Ich vermisse die NSU und manchmal auch Himmler". Also Pille nehmen und zurück ins gepolsterte Kämmerlein.

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