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25.01.2013

17:14 Uhr

Streik an Flughäfen

Verdi wartet auf neues Angebot der Sicherheitsfirmen

An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn geht der Streik des Sicherheitspersonal weiter: Allein in Düsseldorf wurden 131 Flüge gestrichen. Für das Wochenende gibt Verdi allerdings Entwarnung.

Fluggastkontrolleure streiken wieder

Video: Fluggastkontrolleure streiken wieder

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Düsseldorf/KölnZweiter Tag im Streik der Airport-Sicherheitsleute: Erneut kam es für Passagiere am Freitag an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn zu massiven Behinderungen. Allein am Flughafen Düsseldorf seien den Tag über 131 Flüge von insgesamt 560 geplanten Verbindungen gestrichen worden, sagte ein Flughafen-Sprecher. Die Situation habe sich im Vergleich zum Vortag ein wenig entspannt, da viele Fluggäste auf den Ausstand einstellt gewesen sein.

Vor den Personenkontrollen, deren Mitarbeiter größtenteils im Ausstand waren, hätten sich lange Schlangen mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden gebildet. Ein halbes Dutzend Fluggäste, die nach dem ersten Streiktag am Airport gestrandet waren, hätte auf Feldbetten übernachtet.

Rechte der Passagiere bei Streiks

Streichung des Fluges

Wird der Flug wegen der Arbeitsniederlegung ganz gestrichen, muss die Airline nach der EU-Verordnung für Fluggastrechte die Passagiere per Ersatzflug zum Ziel befördern. Dies dürfte unter den gegebenen Umständen kaum möglich sein. Alternativ kann der Reisende bei Annullierung des Fluges vom Luftbeförderungsvertrag zurücktreten und sich den Flugpreis erstatten lassen. Ausgleichszahlungen braucht die Fluggesellschaft nach bislang überwiegender Ansicht nicht zu leisten, wenn sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um Flugannullierungen zu vermeiden.

Verspätung des Fluges

Startet die Maschine wegen des Streiks erst verspätet, haben Reisende nach der europäischen Fluggastrechte-Verordnung bei Abflugsverzögerungen von zwei Stunden (Kurzstrecken bis 1.500 Kilometer), drei (Mittelstrecken bis 3.500 Kilometer) bzw. vier Stunden (Langstrecken) Anspruch auf kostenlose Betreuung. So hat die Airline auf Wunsch des Reisenden für Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Telexe, Faxe oder E-Mails sowie für notwendige Hotelübernachtungen inklusive Transfer zu sorgen. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Fluggesellschaft die notwendigen Kosten einer Übernachtung im Hotel übernehmen. Wer die Reise nicht mehr antreten will, kann bei einer mindestens fünfstündigen Flugverspätung darauf pochen, das Geld dafür zurückzubekommen.

Flug bei einer Pauschalreise

Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, sollte sich der Urlauber an den Reiseveranstalter wenden. Auch er hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Allerdings muss dem Veranstalter in der Regel eine angemessene Frist (einige Stunden) gesetzt werden, um einen solchen Transport zu bewerkstelligen. Ist das gebuchte Flugzeug wegen des Streikes bis zu vier Stunden verspätet, gilt das nach bisheriger Rechtsprechung zum Pauschalreiserecht als bloße Unannehmlichkeit. Erst wenn der Flieger mehr als vier Stunden Verspätung hat, kann – je nach Flugstrecke – ein Reisemangel vorliegen. Dann können fünf Prozent des Tagesreisepreises für jede weitere Verspätungsstunde vom Veranstalter zurückverlangt werden. Urlauber haben außerdem die Möglichkeit, nach ihrer Rückkehr den Reisepreis zu mindern, etwa wenn Reiseleistungen ausgefallen sind.

Am wesentlich kleineren Flughafen Köln/Bonn fiel ein Fünftel der 200 Flüge aus. Die Lufthansa sagte wegen der Streiks mehr als 90 Flüge ab. Ausfälle gab es auch bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin. Reisenden wurde empfohlen, sich vor der Fahrt zum Flughafen bei ihren Gesellschaften zu informieren. Bereits am Donnerstag waren in Düsseldorf und Köln Hunderte Flüge ausgefallen.

Die Gewerkschaft Verdi will mit den Arbeitsniederlegungen ihre Forderung nach höheren Löhnen durchsetzen. Die Fronten sind verhärtet. "Wir haben auch nach zwei Streiktagen null Kontakt mit den Arbeitgebern", sagte ein Verdi-Sprecher zu Reuters. Die Gewerkschaft wolle den privaten Sicherheitsfirmen am Wochenende nun Zeit geben, um ein neues Tarifangebot vorzulegen.

Der Arbeitsausstand solle deshalb am Samstag und Sonntag ausgesetzt werden. Die Arbeit niedergelegt haben zuvor jeweils 400 sogenannten Luftsicherheitsassistenten - sie sind Angestellte von Firmen, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen der Flugpassagiere übernehmen.

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Über die Rechte der Fluggäste gibt das Luftfahrt-Bundesamt im Internet unter lba.de und per Hotline unter Tel.: 0531 - 23 55 115 Auskunft.

Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde von 8,23 Euro. Verdi fordert 2,50 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

Verdi kämpft auch in Hamburg für eine bessere Entlohnung im Wach- und Sicherheitsgewerbe. Am vergangenen Freitag hatten die dortigen Kontrolleure den Flughafen mit einem Streik ins Chaos gestürzt. Daraufhin setzten sich die beiden Tarifparteien einige Tage später wieder an den Verhandlungstisch. Viel hat das nicht gebracht: Die Gespräche seien am Freitag bereits wieder geplatzt, teilte der BDSW mit.

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Fluggastrechte

Über die Rechte der Fluggäste gibt das Luftfahrt-Bundesamt im Internet unter lba.de und per Hotline unter Tel.: 0531 - 23 55 115 Auskunft.

Von

rtr

Kommentare (6)

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OLDENDORP

25.01.2013, 10:18 Uhr

............................
AUFSTAND DER UNTERSCHICHT
............................
VERDI fordert 30% für das sicherheits-
personal an den flughäfen und praktiziert
das chaos..!!!
..
streiks auf kosten der urlauber - welch
perversion der gewerkschaft VERDI..!!!
..
das sind vorboten der LINKSREGIERUNG im
herbst .. !!
..

Account gelöscht!

25.01.2013, 13:12 Uhr

Sie wissen offensichtlich nicht wovon Sie reden !

Da sind Mitarbeiter, die sind für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich. Wieviel ist Ihnen ihr leben wert ?

Es stimmt zwar dass die Stundenlöhne für diese Tätigkeit an den anderen Tätigkeiten des Wachgewerbes gemessen relativ hoch sind, aber sie erreichen trotzdem noch nicht einmal den Durchschnittslohn !

Das die Stundenlöhne dort relativ(!) hoch sind hat seinen Grund. Die meisten Mitarbeiter haben nur Teilzeitverträge.
Das heißt, dass sie auch mit diesen Stundenlöhnen nur einen Monatlichen Nettolohn erreichen der viele zwingt Wohngeld oder Lohnaufstockung zu beantragen.
Da die Dienste aber oft nur mehr als kurzfristig geplant werden ist es für diese Mitarbeiter auch nicht möglich ihren Verdienst durch einen 400€-Job zu erhöhen.

Früher waren die Fluggastkontrolleure Angestellte der Flughäfen mit einem normalen Einkommen.
Nun arbeiten sie bei Subunternehmern der Bundespolizei.
Und die schert sich anscheinend, so wie Sie, einen Dreck darum unter welchen Bedingungen diese Arbeitnehmer dort diese eigentlich sehr wichtige Arbeit machen !

Account gelöscht!

25.01.2013, 13:13 Uhr

Sie wissen offensichtlich nicht wovon Sie reden !

Da sind Mitarbeiter, die sind für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich. Wieviel ist Ihnen ihr leben wert ?

Es stimmt zwar dass die Stundenlöhne für diese Tätigkeit an den anderen Tätigkeiten des Wachgewerbes gemessen relativ hoch sind, aber sie erreichen trotzdem noch nicht einmal den Durchschnittslohn !

Das die Stundenlöhne dort relativ(!) hoch sind hat seinen Grund. Die meisten Mitarbeiter haben nur Teilzeitverträge.
Das heißt, dass sie auch mit diesen Stundenlöhnen nur einen Monatlichen Nettolohn erreichen der viele zwingt Wohngeld oder Lohnaufstockung zu beantragen.
Da die Dienste aber oft nur mehr als kurzfristig geplant werden ist es für diese Mitarbeiter auch nicht möglich ihren Verdienst durch einen 400€-Job zu erhöhen.

Früher waren die Fluggastkontrolleure Angestellte der Flughäfen mit einem normalen Einkommen.
Nun arbeiten sie bei Subunternehmern der Bundespolizei.
Und die schert sich anscheinend, so wie Sie, einen Dreck darum unter welchen Bedingungen diese Arbeitnehmer dort diese eigentlich sehr wichtige Arbeit machen !

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