Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.11.2013

19:17 Uhr

Streit um „Zwarte Piet“

Gericht lehnt Klage gegen Sinterklaas-Einzug ab

In den vergangenen Wochen wurde viel um den „Zwarte Piet“ diskutiert. Nun hat das Gericht in Amsterdam die Klage gegen den Sinterklaas-Einzug abgelehnt. Die Umzugs-Organisation kommt Kritikern aber dennoch entgegen.

Beim Amsterdamer Sinterklaas-Einzug am 17. November werden seine Helfer wie üblich schwarz geschminkt sein. dpa

Beim Amsterdamer Sinterklaas-Einzug am 17. November werden seine Helfer wie üblich schwarz geschminkt sein.

AmsterdamDer niederländische Nikolaus darf mit seinen schwarzen Helfern, den „Zwarten Pieten“, nach Amsterdam kommen. Das entschied das dortige Verwaltungsgericht am Freitag. Kritiker hatten gegen den traditionellen Einzug des Sinterklaas geklagt, weil die Schwarze-Peter-Figur rassistisch sei. Das Gericht erklärte, dass die Veranstaltung nicht die öffentliche Ordnung gefährde – zum Rassismus-Vorwurf äußerte es sich nicht.

Um den Zwarte Piet entbrannte in den vergangenen Wochen heftiger Streit. Vor allem schwarze Niederländer fühlen sich tief verletzt, die Mehrheit der Niederländer will an der Figur festhalten. Große Empörung löste die Rassismus-Expertin der Vereinten Nationen, Verene Shepherd, aus. Sie hatte erklärt, dass die Figur eine „Rückkehr zur Sklaverei“ symbolisiere und daher abgeschafft werden müsse.

Protest gegen Rassismusvorwurf: Niederländer kämpfen für ihren „Zwarte Piet“

Protest gegen Rassismusvorwurf

Niederländer kämpfen für ihren „Zwarte Piet“

Eine Expertengruppe der Vereinten Nationen hat die Tradition des schwarzen Peters in den Niederlanden als rassistisch bewertet. Mehr als zwei Millionen Niederländer protestieren nun für den Erhalt der beliebten Figur.

Beim Amsterdamer Sinterklaas-Einzug am 17. November werden seine Helfer wie üblich schwarz geschminkt sein, aber nach Angaben der Umzugs-Organisation ohne große goldene Ohrringe auftreten. Auch sollen ihre Lippen nicht nur rot, sondern auch in anderen Farben geschminkt sein. Damit will die Organisation den Kritikern entgegen kommen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×