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19.02.2015

09:40 Uhr

Studie

Leute stehen weiter auf Junkfood

Obwohl Obst und Gemüse fast überall immer leichter verfügbar werden, greifen die Menschen weltweit im Zweifelsfall immer noch eher zum Junkfood – die Zahl der Konsumenten steigt sogar noch an.

Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden. AFP

Neue Studie

Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden.

LondonObst, Gemüse und andere gesunde Lebensmittel scheinen vielerorts verfügbarer denn je - und dennoch greifen die Erdenbürger im Zweifel eher zu Junkfood. Das geht aus einer am Donnerstag im Online-Magazin „Lancet Global Health“ veröffentlichten Studie hervor. Das Projekt wurde von der Stiftung von Bill und Melinda Gates und dem medizinischen Forschungsrat Großbritanniens finanziert. Für die Studie hatte ein internationales Forscherteam die Essgewohnheiten in fast 190 Ländern unter die Lupe genommen.

Dafür pflügte es sich durch mehr als 320 Ernährungsumfragen aus den Jahren 1990 und 2010. Dabei gingen die Autoren der Frage nach, wie oft die Befragten sich von Früchten, Gemüse und Fisch ernähren und wie oft sie ungesündere Alternativen wie Salz, Fleischprodukte und zuckerhaltige Getränke bevorzugen.

Das Ergebnis: Die Menschen nehmen zwar mehr Gesundes wie Vollkorn und Fisch zu sich, doch gibt es einen weitaus größeren Anstieg bei der Menge an konsumiertem Junkfood. Zudem ernähren sich Ältere laut der Studie bewusster als junge Erwachsene und Frauen besser als Männer.

Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden. Zu den Ländern, die ihre Neigung zu Junkfood aus Sicht der Autoren eher zügeln sollten, gehören Bosnien, Armenien und die Dominikanische Republik. In einigen Ländern Afrikas und Asiens hätten sich die Ernährungsgewohnheiten in den vergangenen 20 Jahren jedoch nicht verbessert, hieß es weiter.

„Es liegt noch ein weiter Weg vor uns“, sagte denn auch einer der Autoren der Studie, Dariush Mozaffarian von der Tufts-Universität. Westler zählten zwar zu den größten Konsumenten von Junkfood. Doch China und Indien holten auf, weswegen die Regierungen dieser Länder eingreifen müssten, sagte Mozaffarian. „Wir können das nicht auf sich beruhen lassen.“

Von

ap

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