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04.01.2007

14:24 Uhr

Studie

Streitbare Italiener

Was man in nördlicheren Breiten schon vermutete, ist nun amtlich. Italiener streiten laut einer Studie gern und schlechte, unwirsche Charaktere finden sie gar nicht so übel. Die Studie liefert auch eine plausible Erklärung für das italienische Verkehrschaos.

HB ROM. Ob im Straßenverkehr, im Büro oder in der Familie: Ein Drittel der Italiener streitet gerne - und leidet hinterher nicht einmal unter Schuldgefühlen. Dies ergab jetzt eine Studie der Zeitschrift „Riza Psicosomatica“, die 1000 Italiener zwischen 25 und 60 Jahren nach ihrer Streitlust befragte. Demnach meinten 56 Prozent der Befragten gar, ein schlechter, unwirscher Charakter sei eine gute Qualität. Ohnehin haben sich die Italiener weltweit schon lange einen Namen als lautstarke, wild gestikulierende Autofahrer gemacht, die auf kleinere Vergehen anderer Verkehrsteilnehmer mit Drohgebärden und derben Beleidigungen reagieren.

Und so streiten die Italiener nach eigenen Angaben tatsächlich vorwiegend am Steuer (29 Prozent) und wegen Geldangelegenheiten (25 Prozent). Der Krach diene ihnen vor allem dazu, „Dampf abzulassen“, erklärten 32 Prozent der Befragten. Knapp ein Viertel der aggressiven Südländer suchen hingegen vor allem dann eine Auseinandersetzung, wenn ihr Gegner schwächer ist als sie selbst. Nach einem heftigen Streit oder Wutausbruch fühlen sich die meisten Italiener der Studie zufolge befreit und entspannt. Nur sieben Prozent meinten, sie würden sich anschließend schämen.

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