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07.11.2013

10:04 Uhr

Sturm „Haiyan“

Philippiner bringen sich vor Taifun in Sicherheit

Auf dem Pazifik braut sich ein Sturm zusammen – und soll bald auf Land treffen. Auf den Philippinen werden bereits zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht.

Über dem Pazifik braut sich ein Taifun zusammen, der bald auf die Philippinen treffen soll. Reuters

Über dem Pazifik braut sich ein Taifun zusammen, der bald auf die Philippinen treffen soll.

ManilaWegen des heftigen Taifuns „Haiyan“ sind am Donnerstag im Süden und im Zentrum der Philippinen zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht worden. Viele von ihnen mussten Zeltstädte auf der Insel Bohol verlassen, in denen sie seit einem Erdbeben im Oktober mit mehr als 200 Todesopfern lebten. „Haiyan“ fegte mit Windgeschwindigkeiten von fast 280 Kilometern pro Stunde und Böen von mehr als 330 Stundenkilometern über den Pazifik und soll am Freitag auf Land treffen. Der Wetterdienst warnte, dass der Sturm noch stärker werden könne.

Unter den evakuierten Regionen ist auch die Provinz Bohol, die im Oktober von einem Erdbeben der Stärke 7,2 heimgesucht worden war. Dort leben immer noch viele Menschen in Zelten. Sie wurden am Donnerstag in sicherere Unterkünfte verlegt, wie Gouverneur Edgardo Chatto sagte. Bohol soll der Vorhersage zufolge zwar nicht direkt von „Haiyan“ getroffen werden. Doch werden auch dort starke Winde und heftiger Regen erwartet.
Insgesamt sind nach Angaben des staatlichen Katastrophenschutzes Tausende Menschen betroffen. Gouverneure und Bürgermeister koordinierten die Rettungsaktion aus Kommunen, die von Fluten oder Erdrutschen bedroht sind, sagte Behördenchef Eduardo del Rosario. Präsident Benigno Aquino III hat die Behörden aufgefordert, alles zu tun, um Opfer zu vermeiden.

Die Philippinen werden jedes Jahr von heftigen Stürmen getroffen. In den Unwettern kommen regelmäßig zahlreiche Menschen ums Leben. „Haiyan“ schien sich zuletzt zum heftigsten Sturm des laufenden Jahres zu entwickeln. Es wird erwartet, dass er am Freitag und Samstag über die zentralen Provinzen der Philippinen hinweg und dann über das Südchinesische Meer abzieht. Die dicht besiedelte Region um die Hauptstadt Manila soll nach Erwartung der Meteorologen nicht betroffen sein.

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