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12.09.2017

08:52 Uhr

Sturm „Irma“

Milliardär Branson zeigt die Verwüstungen auf seiner Privatinsel

Im Weinkeller seines Hauses auf Necker Island hat der britische Milliardär Richard Branson Hurrikan „Irma“ überstanden. Am Tag danach dokumentiert er die Schäden, die der Sturm auf seiner Privatinsel angerichtet hat.

Richard Branson steht mitten in der Verwüstung: Zahlreiche Häuser sind zerstört, Plamen liegen herausgerissen auf der Erde. Hurrikan „Irma“ hat auch auf der Privatinsel Necker Island des britischen Milliardärs und Abenteurers schwere Schäden angerichtet. „Der Großteil der Gebäude und der Vegetation wurde zerstört oder schwer beschädigt“, schreibt der 67-jährige „Virgin“-Gründer in seinem Blog. Das Foto verbreitet er über die sozialen Netzwerke.

Necker Island gehört zu den Britischen Jungferninseln in der Karibik, die von „Irma“ am Wochenende schwer getroffen worden waren. Branson postete dazu am Montag Fotos, die das Ausmaß der Verwüstung zeigen. Den Sturm selbst hat der Milliardär in seinem Weinkeller überstanden. Auf seinen jüngsten Bildern sieht man nun zerstörte Segelschiffe, umgestürzte Bäume und dazwischen Möbel und Türen, die offenbar aus Häusern herausgespült wurden.

Was Sie nicht über Richard Branson wussten!

Der erste Gedanke beim Aufwachen?

Wie die meisten denke ich über die Zeit nach. Oft gefolgt von der Frage: "In welchem Land bin ich gerade?".

(Quelle: Richard Branson, Like a Virgin)

Wie kriegt man Sie am schnellsten aus dem Bett?

Eigentlich sind es mehrere Wörter: "Richard. Hör auf damit!" gesprochen mit dem Glasgower Akzent meiner Frau.

Die 3 abenteuerlichsten Dinge ihres Lebens?

Die Überquerung des Atlantiks mit einem Schnellboot, Heißluftballonfahren und Kitesurfen. Das Weltraumabenteuer steht auch noch an, obgleich dieses paradoxerweise das vielleicht ungefährlichste auf der Liste ist.

Was bringt Sie zum Weinen?

Ich muss bei lustigen und bei traurigen Sachen weinen. Meine Kinder nehmen immer eine Box mit Papiertüchern ins Kino! Ich habe auch an Orten wie Afrika viele Dinge gesehen, die jedem die Tränen in die Augen treiben würden.

Und was bringt Sie zum Lachen?

Ich bin ein zufriedener Mensch. Ich lache immerzu. Ich liebe das Leben, ich liebe die Menschen, ich liebe einen guten Witz. Ich kann der Theorie, dass Lachen gut für die Seele ist, nur zustimmen.

Was lieben Sie und was hassen Sie?

Ich liebe das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Familie. Und ich hasse es, dass ich nicht viel mehr Zeit mit ihr verbringen kann. Eigentlich hasse ich auch das Wort: "Hass". Davon gibt es viel zu viel in dieser Welt.

Wer ist Ihr Mentor?

Das sind meine Mutter und mein Vater. Beide hatten auf mein Leben einen ungeheuer positiven Einfluss.

Die wichtigste Weisheit, die Ihnen je zu Ohren gekommen ist?

Immer nur nach dem Besten im Menschen zu suchen. Und wenn ich mir noch eine zweite aussuchen darf: „Nur ein dummer Mensch ändert niemals seine Meinung.“

Wenn Sie 60 Dollar für eine Firma hätten, wie würden Sie das Geld einsetzen?

Wenn ich bekannt wäre, würde ich die Dollarnoten signieren und jeden Dollar für 20 Dollar verkaufen. Ich würde dann die 20-Dollarscheine signieren und für 50 Dollar verkaufen und so weiter. Wie es so schön heißt: Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.

Was hat am meisten zu Ihrem Erfolg beigetragen?

All die Menschen, die sich über die Jahre für Virgin abgerackert haben, haben den Konzern zu dem gemacht, was er heute ist. Sicher, es war auch ein bisschen Glück dabei, aber ich bin der Überzeugung, dass Glück nicht einfach so passiert – man muss daran arbeiten.

Was treibt Sie in den Wahnsinn?

Eine negative Einstellung. Leute, die in jedem nur das Schlimmste suchen und "Mein Glas ist halb leer"-Typen. Und ich kann Gerüchte nicht ausstehen.

Sind Sie gestresst?

Eigentlich nicht. Ich bemühe mich redlich, Herausforderungen zu meistern, und wenn ich scheitere, rappele ich mich schnell wieder auf.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, für ein politisches Amt zu kandidieren?

Nein. Ich glaube nicht, dass man Geschäfte und Politik mischen kann. Ich müsste dann Virgin aufgeben, aber dafür liegt mir der Konzern zu sehr am Herzen. Ich kann mich für (oder gegen) viele politische Themen engagieren, ohne zum Politiker werden zu müssen.

Branson betonte, dass es nicht nur um Necker Island gehe. Zehntausende Menschen auf den Britischen Jungferninseln hätten ihr Zuhause und ihren Lebensunterhalt verloren. Er sei nach Puerto Rico gereist, um dort Hilfsaktionen und Wiederaufbaupläne für die Karibik anzustoßen.

Der Brite appellierte an andere Regierungen in der Region und an die Londoner Regierung, die Opfer von „Irma“ zu unterstützen. Er selbst wolle so schnell wie möglich zurückkehren, um beim Wiederaufbau zu helfen, schrieb Branson. Er bedankte sich für die zahlreichen Spenden, die bereits eingegangen seien. Branson hat in den vergangenen 30 Jahren mehrere Weltrekordversuche unter anderem in Heißluftballons unternommen und ist auch stark karitativ engagiert.

Lagebesprechung mit Freunden und Helfern:

Bilder der Verwüstungen:

Die ersten Hilfseinsätze starten:


Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

12.09.2017, 10:48 Uhr

Gibt es ein Bild vom Weinkeller ? Der " Hessische Trinkerverband" könnte es für die Mitglieder-Werbung brauchen.

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