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06.10.2017

15:13 Uhr

Sturm „Xavier“

Journalistin ums Leben gekommen

Journalistin Sylke Tempel ist während des Sturms in Berlin getötet worden. Ein Baum traf die Politik-Expertin, als sie aus ihrem Auto stieg. Besonders der Norden war von dem Unwetter und seinen Folgen schwer betroffen.

Besonders schwer betroffen von dem Unwetter und den Folgen mit umgestürzten Bäumen waren Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. dpa

Sturmtief Xavier

Besonders schwer betroffen von dem Unwetter und den Folgen mit umgestürzten Bäumen waren Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

BerlinDie Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“ (IP) und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), ist tot. Sie sei am Donnerstag bei einem Unfall in Berlin ums Leben gekommen, teilten das Auswärtige Amt und die DPAG am Freitag in Berlin mit.

Die Journalistin war während des Sturms „Xavier“ getötet worden, der am Donnerstag über Berlin zog. Nach Angaben der Feuerwehr war sie aus ihrem Auto gestiegen, um ein Hindernis aus dem Weg zu räumen. Dabei wurde sie von einem umstürzenden Baum getroffen. Die in Bayreuth geborene Journalistin gab seit 2008 das DPAG-Organ „IP - die Zeitschrift“ sowie das „Berlin Policy Journal“ heraus. Davor schrieb sie unter anderem für die „Jüdische Allgemeine“, das österreichische Magazin „Profil“, das Schweizer Magazin „Facts“ und den Berliner „Tagesspiegel“. Sie war auch Buchautorin und Rezensentin.

Mindestens sieben Menschen hatte der Sturm am Donnerstag in Deutschland das Leben gekostet. Besonders schwer betroffen von dem Unwetter und den Folgen mit umgestürzten Bäumen waren Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Am Freitagmorgen waren unter anderem die Strecken Hannover-Berlin, Hamburg-Berlin, Hamburg-Hannover und Hamburg-Kiel nicht befahrbar.

Pendler und Fernreisende mussten auch einen Tag nach Sturmtief „Xavier“ mit gestrichenen Verbindungen, erheblichen Verspätungen und langen Wartezeiten rechnen. Die Deutsche Bahn verlängerte deshalb die Gültigkeit ihrer Fahrscheine. Alle Tickets für die betroffenen Verbindungen können nun bis 15. Oktober genutzt werden. Das gelte auch für Fahrkarten mit Zugbindung, teilte die Bahn am Freitag mit.

Während sich der öffentliche Verkehr zum Beispiel in Hamburg langsam wieder zu normalisieren scheint, droht im Fernverkehr weiter Chaos. Die vorübergehende Einstellung des Verkehrs im Norden und Nordosten Deutschlands am Donnerstag könne sich auch auf das bundesweite Netz der Bahn auswirken, sagte ein Sprecher in der Nacht zum Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Xavier“ wütete in Deutschland

Der Zug als improvisiertes Hotel – wie die Bahn das Sturmtief gemeistert hat

„Xavier“ wütete in Deutschland: Der Zug als improvisiertes Hotel – wie die Bahn das Sturmtief gemeistert hat

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In Berlin riet ein Bahn-Sprecher regionalen Pendlern der S-Bahn zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel. „Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten“, erklärte er.

Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Die S-Bahn war am Donnerstag wegen des Sturms zeitweise überhaupt nicht mehr gefahren.

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

06.10.2017, 09:07 Uhr

Meine Frau fährt öfters mit der Bahn und hat immer etwas zu erzählen, wenn sie wiederkommt. So wird sie zu sportlichen Höchstleistungen geführt, wenn sie den Anschlußzug erreichen will oder springt über Koffer die beim Bremsen durch den Zug
rollen. Hoffentlich fahren die Züge bald wieder, so daß sie ihr Training wieder auf nehmen kann. Natürlich habe ich eine Lebensversicherung für die beste Ehefrau von allen abgeschlossen.

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