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06.12.2013

09:49 Uhr

Sturmtief „Xaver“

Hamburg trotzt der Flut

VonMatthias Lambrecht

Eine der heftigsten Sturmfluten der vergangenen Jahre hat am Freitagmorgen die Hansestadt erreicht. Doch die Hamburger haben sich weder von Sturm noch von Hochwasser aus der Ruhe bringen lassen.

Der Fischmarkt in Hamburg steht unter Wasser. Die Hansestadt nimmt die Sturmflut aber gelassen. Reuters

Der Fischmarkt in Hamburg steht unter Wasser. Die Hansestadt nimmt die Sturmflut aber gelassen.

HamburgKein Lüftchen regt sich. Nachdem die Orkanböen des Sturmtiefs „Xaver“ während der Nacht durch Hamburgs Straßen heulten, ist es jetzt ganz ruhig. Dafür ist früh am Morgen das Wasser da. 6,09 Meter hoch steht es um kurz nach sechs am Hamburger Fischmarkt. Nachdem es am Abend zuvor für hiesige Verhältnisse noch glimpflich gelaufen ist, erreicht die Sturmflut nun fast den historischen Stand von 6,45 Metern aus dem Jahr 1976.

Die Hansestadt bringt das dennoch kaum aus der Ruhe. Oberhalb des Fischmarktes hat der Berufsverkehr eingesetzt. Ein paar Autos stauen sich an der Straße, die von der Elbe zur Reeperbahn führt. Die Hafenstraße zwischen Fischmarkt und den St- Pauli-Landungsbrücken hat die Polizei vorsichtshalber abgesperrt.

Doch die Elbe bleibt auch bei diesem Hochwasser hinter den Flutschutzmauern und dem großen grauen Stahltor, das die Zufahrt zum Markt und der Fischauktionshalle versperrt. Überschwemmt und für den Verkehr gesperrt sind neben dem Fischmarkt lediglich einige tiefliegende Hafengebiete, Teile der Hafencity und der Speicherstadt.

Die Pontons der Landungsbrücken schwimmen ganz oben. Wer zu den Linienschiffen will, muss heute nicht von der Straße die Brücke zum Anleger hinabgehen. Die Linie 63 nach Finkenwerder ist gerade angekommen. Sie wird heute durchfahren bis zum Anleger auf der anderen Elbseite, an den Stationen auf dem Weg dorthin steht das Wasser noch zu hoch, die Anleger können von Land nicht erreicht werden.

Um 2.30 Uhr in der vergangenen Nacht ordnete der bei der Hamburger Innenbehörde zusammengerufene Krisenstab an, die tiefliegenden Flächen im Bereich des alten Freihafens zu räumen. Alle 38 Flutschutztore der Stadt wurden geschlossen.

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