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03.01.2007

09:02 Uhr

Suche auf dem Meer

Indonesisches Flugzeug bleibt verschwunden

Unter schwierigen Wetterbedingungen haben indonesische Rettungskräfte die Such nach dem seit zwei Tage vermissten Passagierflugzeug fortgesetzt. In die wachsende Verzweiflung der Angehörigen mischt sich inzwischen auch Wut über das Informations-Wirrwarr.

HB JAKARTA. Rettungskräfte in Indonesien haben ihre Suche nach dem seit Montag vermissten Verkehrsflugzeug mit 102 Menschen an Bord am Mittwoch fortgesetzt. Die Suche werde auf das Meer ausgeweitet, hieß es. Heftige Regenfälle drohten jedoch, die Sicht zu erschweren, erklärte ein Beamter der nationalen Such- und Rettungsagentur in Makassar, der Hauptstadt der Inselprovinz Süd-Sulawesi. Drei Marineschiffe, zwei Flugzeuge und ein Helikopter suchten nach Angaben von Rettungskräften weite Regionen im Süden und Westen der indonesischen Insel Sulawesi sowie die angrenzenden Gewässer ab.

In die wachsende Verzweiflung der Angehörigen mischt sich auch Wut über das Informations-Wirrwarr. Am Vortag hatten die Behörden noch mitgeteilt, das Wrack sei gefunden und es gebe Überlebende. Doch am Ende stellte sich all dies als falsch heraus.

„Ich bin schockiert über diese falschen Erklärungen. Ich möchte jetzt Gewissheit über das vermisste Flugzeug“, klagte ein Angehöriger im Rundfunk. Wie der Leiter des Luftwaffenstützpunktes in Makassar, Eddy Suyanto, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara mitteilte, konzentriert sich die Suche nach dem Flugzeug auf das Meer vor West-Sulawesi sowie die Bergregionen nahe Rantepao im Bezirk Tanah Toraja. Das Flugzeug soll zuletzt vor Mamuju in West-Sulawesi auf den Radarschirmen gesichtet worden sein.

An Bord der vermissten Maschine befanden sich 96 Passagiere, darunter elf Kinder sowie sechs Crew-Mitglieder. Der Kontakt zu der Boeing 737-400 der privaten indonesischen Fluglinie Adam Air war am Montag bei Regen und Wind auf dem Flug von der Insel Java nach Sulawesi abgebrochen.

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