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04.01.2007

08:33 Uhr

Suche geht weiter

Indonesisches Flugzeug stürzte wohl ins Meer

Drei Tage nach dem Verschwinden eines Passagierflugzeuges mit 102 Menschen an Bord haben die Rettungskräfte im Osten Indonesiens die Suche am Donnerstag fortgesetzt. Inzwischen verstärkt sich der Verdacht, dass die Maschine ins Meer gestürzt ist.

HB JAKARTA. An der groß angelegten Suche zu Land, zur See und aus der Luft beteiligte sich neben Flugzeugen und Schiffen des indonesischen Militärs auch eine mit Infrarot-Sichtgeräten ausgerüstete Militärmaschine aus Singapur, wie die Rettungskräfte mitteilten. Die Flugzeuge hätten die Straße von Makassar vor der Westküste der Insel Sulawesi abgesucht, hieß es.

Während der beiden vorangegangenen Tage hatte schlechtes Wetter die Suche nach der Boeing 737-400 der indonesischen Privatlinie Adam Air beeinträchtigt. Der Kontakt zu der Maschine war am Montag bei Regen und Wind auf dem Flug von der Insel Java nach Sulawesi abgebrochen. An Bord waren 96 Passagiere, darunter drei Amerikaner und elf Kinder, sowie sechs Crew-Mitglieder. Deutsche sollen nicht darunter gewesen seien. Möglicherweise ist das Flugzeug ins Meer gestürzt. Zwar setzten Rettungsteams aus 2000 Polizisten und Soldaten zusammen mit Freiwilligen die Suche auch an Land fort, doch wird immer mehr angenommen, dass das Unglücksflugzeug ins Meer gestürzt ist.

„Der letzte Kontakt zwischen dem Piloten des Flugzeuges und der Bodenkontrolle am Flughafen Makassar hat angedeutet, dass die Maschine über dem Meer flog“, sagte der Leiter des Luftwaffenstützpunkts in Makassar nach Angaben der Zeitung „Media Indonesia“. Beim Überfliegen der Küstengebiete seien keinerlei Spuren von der vermissten Maschine gefunden worden, sagte ein Co-Pilot der indonesischen Luftwaffe dem örtlichen Radiosender Elshinta. Der Präsident des Landes, Susilo Bambang Yudhoyono, ordnete unterdessen eine Überprüfung aller Verkehrsflugzeuge in Indonesien sowie eine Bestandsaufnahme des gesamten nationalen Transportsystems an.

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