Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.03.2014

12:06 Uhr

Suche nach Flugzeug

Malaysische Passagiermaschine bleibt verschwunden

Zwar suchen etliche Behörden nach Gründen für das Verschwinden der Boeing 777-200 der Malaysia Airlines, doch es gibt weiter nur Rätsel. Behörden dementieren Berichte, nach denen noch lange Kontakt zur Maschine bestand.

Sie haben weiter nichts – außer Dementis: Der Direktor für zivile Luftfahrt Azharuddin Abdul Rahman (l.), der Malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein und der CEO der Malaysian Airlines Ahmad Jauhari Yahya. dpa

Sie haben weiter nichts – außer Dementis: Der Direktor für zivile Luftfahrt Azharuddin Abdul Rahman (l.), der Malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein und der CEO der Malaysian Airlines Ahmad Jauhari Yahya.

Kuala LumpurMalaysias Transportminister hat einen sensationellen Pressebericht zurückgewiesen, wonach das verschwundene Flugzeug nach dem letzten Radarkontakt angeblich noch vier Stunden und über 3.500 Kilometer weiterflog. Vertreter des Flugzeugbauers Boeing sowie des Triebwerk-Herstellers Rolls-Royce, die in Kuala Lumpur bei den Ermittlungen helfen, hätten diese Angaben nicht bestätigt.

„Sowohl was Boeing, als auch was Rolls Royce angeht, sind diese Berichte unzutreffend“, sagte Minister Hishammuddin Hussein. Das letzte Signal, das die Unternehmen von der Boeing 777-200 aufgefangen hätten, stamme von 01.07 Uhr (Ortszeit) am vergangenen Samstag. Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf US-Ermittler berichtet, die Triebwerke des Flugzeugs hätten noch vier Stunden nach dem letzten bekannten Kontakt Daten gesendet. Demnach hätte die Maschine etwa bis Pakistan, zum Indischen Ozean oder bis in die Mongolei fliegen können.

Vermisstes Flugzeug: Mögliche Trümmerteile im Meer waren falsche Spur

Vermisstes Flugzeug

Mögliche Trümmerteile im Meer waren falsche Spur

Verwirrung um Flug MH 370: Satellitenbilder sollen „verdächtige schwimmende Objekte“ vor der Südspitze Vietnams entdeckt haben. Zwar fanden Einsatzkräfte Metallteile – aber sie gehören wohl nicht zum vermissten Flugzeug.

Doch auch knapp eine Woche nach dem Verschwinden der Boeing 777 der Malaysia Airlines fehlt von der Passagiermaschine jede Spur. Vietnamesische und malaysische Flugzeuge überflogen den Teil des Meeres, in dem auf chinesischen Satellitenaufnahmen schwimmende Gegenstände zu sehen waren, bei denen es sich um Trümmerstücke hätte handeln können. In China steigt währenddessen der Unmut über den Umgang der malaysischen Behörden mit dem Fall.

Verkehrsminister Hussein fügte hinzu, chinesische Satellitenaufnahmen über mögliche Wrackteile seien fälschlicherweise veröffentlicht worden. In US-Ermittlerkreisen hieß es, bei dem chinesischen Bericht handele es sich um ein Ablenkungsmanöver. Auf der Internetseite einer chinesischen Regierungsbehörde hatte es geheißen, ein Satellit habe drei verdächtige Gegenstände fotografiert, die auf dem Meer trieben.

In Peking forderte Ministerpräsident Li Keqiang Malaysia auf, die Zusammenarbeit bei der Suche nach dem verschollenen Flugzeug zu verbessern. Der Chef der chinesischen Behörde für die zivile Luftfahrt mahnte eine bessere Informationspolitik an. Von den 239 Menschen an Bord des Flugzeugs waren rund zwei Drittel Chinesen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×