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17.05.2017

18:34 Uhr

Synchronschwimmerin im Rollstuhl

Zusammenstoß gilt als Arbeitsunfall

Einer Wiener Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Der Zusammenstoß einer Synchronschwimmerin mit einem Shuttle-Bus ist ein Arbeitsunfall. Die seitdem gelähmte Sportlerin hat nun Anspruch auf eine Invalidenrente.

Die Synchronschwimmerin war 2015 von einem Shuttlebus angefahren worden. Der Fahrer verwechselte Gas- und Bremspedal. dpa

Rollstuhl

Die Synchronschwimmerin war 2015 von einem Shuttlebus angefahren worden. Der Fahrer verwechselte Gas- und Bremspedal.

WienDer folgenreiche Zusammenstoß einer seither gelähmten österreichischen Synchronschwimmerin mit einem Shuttle-Bus bei den Europaspielen in Baku wird als Arbeitsunfall gewertet. Das entschied das Wiener Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch. Das Urteil legt fest, dass die Sportlerin Anspruch auf eine Invaliditätsrente hat. Zuvor hatte die Tageszeitung „Kurier“ darüber berichtet.

Im Juni 2015 verunglückte die damals 15-jährige Vanessa Sahinovic. Sie war mit zwei Kolleginnen auf dem Gehweg des Athletendorfes von einem Shuttlebus-Fahrer, der Gas- und Bremspedal verwechselt hatte, angefahren worden. Sie sitzt seither im Rollstuhl. Die Verunglückte arbeitet nach Angaben ihres Anwalts an ihrer Genesung: „Sie ergreift jeden Strohhalm, weil sie die Hoffnung hat, irgendwann wieder gehen zu können.“

Das bereits rechtskräftige Urteil besagt, dass Sahinovic zum Unfallzeitpunkt aufgrund ihrer Beschäftigung beim Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung unterlag. Bislang galten Sportler bei Veranstaltungen nur unfallversichert. Das Urteil dürfte daher weitreichende Folgen für die Branche nach sich ziehen.

Von Aserbaidschan hat Sahinovic trotz Zusagen bisher keine finanzielle Unterstützung erhalten.

Von

dpa

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