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05.09.2011

02:58 Uhr

"Talas" hat gewütet

Taifun in Japan tötet mindestens 26 Menschen

Taifun "Talas" hat im Westen Japans Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. In der Präfektur Nara wurden ganze Häuser weggespült. Es gab mindestens 26 Tote, die Suche nach Vermissten geht weiter.

Japan: Viele Tote durch Taifun „Talas”

Video: Japan: Viele Tote durch Taifun „Talas”

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Tokio/BerlinNach dem heftigen Taifun „Talas“ haben die Rettungskräfte in Japan am Montag die Suche nach Vermissten fortgesetzt. Nach neuesten Angaben kamen mindestens 26 Menschen in Folge der schweren Überschwemmungen und Stürme ums Leben. Die Opferzahl könnte jedoch nach Angaben der Einsatzkräfte unter anderem in der Gegend der Kii-Halbinsel, südlich von Osaka, weiter steigen.

Hochwasser, Erdrutsche und eingestürzte Brücken behinderten die Arbeit der Retter. Besonders bergige Regionen seien schwer zu erreichen. Noch würden 54 Menschen vermisst, meldeten lokale Medien. Die nationale Meteorologische Behörde warnte die Bewohner im Westen und Osten des Inselreiches vor weiteren Überschwemmungen in Folge heftiger Regenfälle und Stürme.

Die Behörden hatten am Wochenende Zehntausende Bewohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Der Taifun war am Wochenende im Westen auf den japanische Archipel getroffen und bewegte sich weiter nordwärts über dem Japan-Meer.

Der Sturm war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 108 Kilometern auf Land getroffen. In dem Dorf Totsukawa in der Präfektur Nara schwemmte ein Hochwasser führender Fluss mehrere Häuser weg. Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden mit. Sieben weitere würden vermisst.

Aus der Präfektur Wakayama wurden zehn Todesopfer des Taifuns sowie 32 Vermisste gemeldet. Eines der Todesopfer ertrank, als das Wasser einer Flutwelle in sein Auto eindrang, ein Mann starb, nachdem ein Erdrutsch sein Haus erfasst hatte. Bilder von NHK zeigten massive Erdrutsche, die Holzhäuser in Bergregionen zerstörten, und überflutete Straßen, auf denen Trümmer und Autos von den Fluten weggespült wurden.

„Talas“ bewegte sich am Sonntag langsam auf das Japanische Meer zu, wie das japanische Wetteramt mitteilte. Zuvor hatte der Taifun auf der Insel Shikoku und im Westen der Insel Honshu gewütet. Wegen der starken Winde mussten am Samstag 430 Flüge im westlichen Teil Japans abgesagt werden.

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