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28.08.2013

11:17 Uhr

„Ted Bull Stratos“

Teddybär schlägt Felix Baumgartner

VonAnis Micijevic

Ein kleiner Teddybär hat Felix Baumgartners Rekordsprung aus der Stratosphäre übertroffen. Zwischen dem österreichischen Extremsportler und dem mit einem Minicomputer ausgestatteten Kuscheltier lagen 31 Meter.

DüsseldorfMillionen Menschen haben im Oktober vergangenen Jahres den Stratosphärensprung des Extremsportlers Felix Baumgartner live mitverfolgt. Der Österreicher sprang aus einer Höhe von 38.969 Metern in die Tiefe und erlangte mit der waghalsigen Aktion weltweite Berühmtheit.

Doch nun ist er geschlagen worden – von einem kleinen Stoff-Teddybären. Dieser erreichte laut Berichten britischer Medien mit seinem Ballon am vergangenen Sonntag eine Höhe von 39.000 Metern, bevor er über der britischen Grafschaft Berkshire von einer mechanischen Vorrichtung heruntergeschubst wurde.

Damit übertraf das „Ted Bull Stratos“-Projekt (in scherzhafter Anlehnung an „Red Bull Stratos“) die Absprunghöhe Baumgartners um etwa 31 Meter. Verantwortlich für die kuriose Aktion ist der Ballon-Enthusiast und Computer-Fan Dave Akerman, der das Kuscheltier mit einem Raspberry-Pi-Minicomputer und Kameras ausstattete.

Die Aufnahmen erinnern stark an die Bilder von Baumgartner, die um die Welt gingen – mit einer Ausnahme: Während Baumgartners Stunt rund 50 Millionen Euro verschlang, kam der Teddysprung mit einem Budget von lediglich 300 britischen Pfund aus (rund 350 Euro). Dave Akerman konnte die Position seines präparierten Teddys per GPS-Signal verfolgen. Der gesamte Sprung war als Webstream zu sehen.

Die Aktion soll auch zeigen, was Raspberry-Pi-Computer alles können. Die Einplatinenrechner wurden in Großbritannien als günstige Experimentier-Hardware für Schüler und Informatik-Studenten entwickelt und sind als Steuerungsmodule von Mini-Fluggeräten einsetzbar, wie nicht zuletzt Akermans „Ted Bull Stratos“ beweisen soll.

Passenderweise erhielt der flauschige Stuntbär von Akerman den Namen „Babbage“. Charles Babbage (1791-1871) war ein englischer Mathematiker und Erfinder. Seine mechanische Rechenmaschine „Analytical Engine“ gilt als Vorläufer des modernen Computers.

Kommentare (3)

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TeddyX

28.08.2013, 12:18 Uhr

"Während Baumgartners Stunt rund 50 Millionen Euro verschlang, kam der Teddysprung mit einem Budget von lediglich 300 britischen Pfund aus (rund 350 Euro)."

Klasse!

Account gelöscht!

28.08.2013, 13:43 Uhr

Interessant was heute alles für kleines Geld möglich ist! So weckt man Interesse an Naturwissenschaften und technischen Berufen. Besser als jede andere Förderung.

goldeneye

28.08.2013, 18:51 Uhr

für WAS den 50 Mio. Euro?????? da wollte ich gerne mal die genauen Einzelheiten sehen???

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