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20.02.2015

14:58 Uhr

Terror in Somalia

Anschlag auf Hotel tötet vier Menschen

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens vier Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter hatte eine Autobombe in ein Hotel gesteuert. Hinter der Tat stehen wohl Islamisten.

Das Land wird immer wieder von Terror durch Autobomben heimgesucht. Am Freitag starben mindestens vier Menschen. Reuters

Das Land wird immer wieder von Terror durch Autobomben heimgesucht. Am Freitag starben mindestens vier Menschen.

MogadischuBei einem Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Freitag mindestens vier Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Politiker. Außerdem seien der stellvertretende Ministerpräsident Mohammed Omar Arte und weitere Beamte verletzt worden, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur AP mit.

Ein Selbstmordattentäter hatte demnach seine Autobombe in das Tor des Hotels Central gesteuert, ein zweiter Angreifer sprengte sich im Gebäude in die Luft. Danach seien zahlreiche Schüsse gefallen. Zu dem Anschlag bekannte sich die islamistische Al-Shabaab-Miliz in ihrem Radiosender.

Ein Abgeordneter sagte, es habe weitere Tote gegeben, nannte aber keine Zahl. Präsident Hassan Scheich Mohamud erklärte, sein Land werde den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen. Die Angreifer hätten unschuldige Muslime getötet. „Dieser Angriff zeigt, dass Terroristen nicht den geringsten Respekt vor der friedlichen Religion des Islam haben“, sagte Mohamud.

Unter den Opfern sind den Angaben zufolge der Parlamentsabgeordnete Omar Ali Nor und Mogadischus stellvertretender Bürgermeister Mohammed Aden. Der verletzte Vizepremier Arte werde ebenso wie weitere Verletzte im Krankenhaus behandelt, hieß es.

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Aus dem Hotel stieg Rauch auf. Vor dem Gebäude lagen zwei blutüberströmte Leichen. Es steht in der Nähe des Präsidentenpalastes und wird von vielen Regierungsbeamten genutzt. Soldaten riegelten die Gegend ab und schossen in die Luft, um Schaulustige zu vertreiben.

Die Al-Shabaab-Miliz hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und will in Somalia eine strikte Auslegung der islamischen Rechtsvorschriften einführen. Von 2007 bis 2011 beherrschte sie Mogadischu, dann wurde sie von einer Interventionsstreitmacht der Afrikanischen Union vertrieben.

Vor gut vier Wochen hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem anderen Hotel der Hauptstadt in die Luft gesprengt und drei Somalier getötet - einen Tag bevor der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan das Land besuchte.

Von

ap

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