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26.01.2011

15:49 Uhr

Terroranschlag

Deutscher unter Opfern von Moskau

Bei dem verheerenden Selbstmordattentat am Moskauer Flughafen wurden nach Angaben der russischen Behörden insgesamt acht Ausländer getötet. Unter den Opfern befinden sich unter anderem Briten und Bulgaren – und ein Deutscher. Der 1976 geborene Mann konnte als einer der ersten identifiziert werden.

Gedenken an die Opfer von Moskau. Quelle: Reuters

Gedenken an die Opfer von Moskau.

HB MOSKAU. Bei dem verheerenden Terroranschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo mit 35 Toten ist auch ein Deutscher ums Leben gekommen. Der 1976 geborene Mann befand sich unter den ersten identifizierten Leichen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Moskau. Nach inoffiziellen Angaben war er in Moskau bei einer deutschen Firma angestellt. Ein Chauffeur habe den Mann am Montag nach dem Anschlag leblos in der Ankunftshalle gesehen. Das russische Zivilschutzministerium veröffentlichte die ersten Namen der Todesopfer auf seiner Internetseite. Demnach waren auch zwei Briten und ein Bulgare unter den bei dem Selbstmordattentat getöteten EU-Bürgern. Insgesamt seien acht Ausländer ums Leben gekommen, wie das russische Notfallministerium am Dienstag mitteilte.

Unter den Todesopfern ist wahrscheinlich auch ein Österreicher. „Es gibt konkrete Hinweise, dass sich ein Österreicher unter den Todesopfern befindet“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Harald Stranzl, der Nachrichtenagentur APA am Dienstag in Wien. Die Identifizierung sei aber noch nicht abgeschlossen. Eine weitere Österreicherin, die sich nach Angaben eines Arbeitskollegen am Flughafen aufgehalten haben könnte, sei nicht erreichbar.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte in Berlin, es verdichteten sich Hinweise, wonach ein deutscher Staatsangehöriger getötet und eine weitere Deutsche verletzt worden sei. Die deutsche Botschaft in Moskau prüfe das mit Hochdruck. Nach russischen Medienberichten ist unter den rund 180 Verletzten auch eine deutsche Frau, die im Krankenhaus behandelt wird.

Die Identifizierung der Leichen ging am Dienstag weiter. Dies sei schwierig, weil viele Menschen von der Druckwelle der Bombe und durch umherfliegende Metallteile des Sprengsatzes zerrissen worden seien, sagten Ärzte. Zahlreiche Verletzte schweben weiter in Lebensgefahr.

Das russische Zivilschutzministerium veröffentlichte die ersten Namen der Todesopfer auf seiner Internetseite. Demnach starben acht Ausländer, darunter zwei Briten und ein Bulgare. Die Moskauer Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“ veröffentlichte eine Namensliste mit Geburtsjahr und Staatsangehörigkeit unter Berufung auf Ermittlerkreise.

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