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14.02.2018

00:28 Uhr

Terrorismus

„Chelsea Bomber“ muss lebenslang ins Gefängnis

Reue habe der 30-Jährige nicht gezeigt. Er soll sogar versucht haben, Mitgefangene für Terrorismus zu gewinnen.

Gerichtszeichnung des Angeklagten: Ahmad Khan Rahimi steht neben seinem Anwalt Xavier Donaldson. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen vor, keine Reue gezeigt zu haben. dpa

Verkündung des Strafmaßes für den Bombenleger

Gerichtszeichnung des Angeklagten: Ahmad Khan Rahimi steht neben seinem Anwalt Xavier Donaldson. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen vor, keine Reue gezeigt zu haben.

New YorkRund anderthalb Jahre nach Bombenanschlägen in New York und New Jersey ist ein 30-Jähriger für die Taten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das entschied ein Gericht in New York am Dienstag. Der in Afghanistan geborene US-Bürger deponierte im September 2016 selbstgebastelte Bomben unter anderem im Stadtteil Chelsea, weshalb ihn US-Medien „Chelsea Bomber“ tauften.

Mit einem zur Bombe umgebauten Schnellkochtopf hatte der mutmaßliche Islamist Ahmad Khan Rahami in Manhattan 30 Menschen verletzt. Eine Rohrbombe verschreckte Teilnehmer eines Straßenwettlaufs des US-Marinekorps in Seaside Heights, verletzte aber niemanden. Ein dritter Sprengsatz detonierte nicht. Der Angeklagte wurde nach zweitägiger Fahndung in New Jersey gestellt.

Die US-Bundesanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, keine Reue gezeigt, sondern versucht zu haben, Mitgefangene für den Terrorismus zu gewinnen. Unter anderem habe er Propagandamaterial des Al-Kaida-Gründers Osama bin Laden verteilt. Er verachte das Justizsystem der Vereinigten Staaten. „Seine Verurteilung und Bestrafung sind Siege für New York und unser Land im Kampf gegen den Terror“, sagte Staatsanwalt Geoffrey Berman. In New Jersey ist eine separate Klage gegen Rahami eingereicht worden.

Die Verteidigung wies darauf hin, dass der Angeklagte Strafrecht studiert und eine Karriere als Polizist angestrebt habe. Auch im Gefängnis habe er sich weitergebildet.

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