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24.03.2017

15:17 Uhr

„Terroristische Motive“

Haftbefehl nach Fahrt durch Antwerpen

Ein Mann rast durch die Fußgängerzone von Antwerpen. Im Kofferraum liegen Waffen. Nun sitzt er wegen Mordversuchs aus terroristischen Motiven in Untersuchungshaft. Die Ermittler geben sich schweigsam.

Soldaten patrouillieren  in der Meir Einkaufsstraße in Antwerpen (Belgien). Nach dem Terrorakt in London ist in der nordbelgischen Stadt Antwerpen möglicherweise ein Anschlagversuch gescheitert. Nach Polizeiangaben raste am Donnerstagvormittag ein Mann mit hoher Geschwindigkeit durch das Haupteinkaufsviertel der Hafenstadt. dpa

Polizeieinsatz in Antwerpen

Soldaten patrouillieren in der Meir Einkaufsstraße in Antwerpen (Belgien). Nach dem Terrorakt in London ist in der nordbelgischen Stadt Antwerpen möglicherweise ein Anschlagversuch gescheitert. Nach Polizeiangaben raste am Donnerstagvormittag ein Mann mit hoher Geschwindigkeit durch das Haupteinkaufsviertel der Hafenstadt.

Brüssel Nach einem vereitelten Anschlagsversuch in Antwerpen ist ein 39 Jahre alter Tunesier in Untersuchungshaft genommen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag in Brüssel erließ ein Richter den Haftbefehl wegen versuchten Mordes und versuchter Körperverletzung aus terroristischen Motiven. Außerdem habe der Mann gegen das Waffengesetz verstoßen.

Er war am Donnerstag mit hoher Geschwindigkeit durch das Einkaufsviertel Antwerpens gefahren. Menschen mussten zur Seite springen, um sich in Sicherheit zu bringen. Versuche von Soldaten, das Auto zu stoppen, blieben erfolglos. Erst eine Spezialeinheit der Polizei konnte den Wagen anhalten und den flüchtenden Mann stellen. Die Beamten fanden im Kofferraum Stichwaffen, ein Gewehr und einen Kanister mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit.

Polizeieinsatz in Belgien

Anschlag in Antwerpen im letzten Moment verhindert

Polizeieinsatz in Belgien: Anschlag in Antwerpen im  letzten Moment verhindert

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Der Anschlagsversuch in Antwerpen ereignete sich einen Tag nach dem Terroranschlag von London nahe dem britischen Parlament. Medienberichte, wonach der Täter zunächst nicht verhört werden konnte, weil er offensichtlich stark betrunken gewesen sei, wurden am Freitag nicht bestätigt. Angeblich sei der Mann auch wegen illegalen Waffenbesitzes bei der Polizei bereits bekannt gewesen. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel erklärte, sie werde im Interesse der weiteren Ermittlungen vorerst keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall mitteilen.

Am Donnerstag hatte es geheißen, der Täter sei ein französischer Staatsbürger und lebe in Frankreich. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich jedoch um einen Tunesier. Über seinen Wohnort wurden keine Angaben gemacht.

Von

dpa

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