Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2017

09:04 Uhr

Test von Baby-Tees

Jeder dritte Tee enthielt Giftstoffe

Bei einem Test zeigt sich: Viele Baby-Tees enthalten potenziell gefährliche Pflanzenstoffe. Im Allgemeinen seien sie aber nur in hoher und langer Dosierung für Menschen gefährlich, sagt ein Experte.

Jeder dritte Baby-Tee enthielt Giftstoffe. Es waren ausschließlich Bio-Produkte betroffen. dpa

Teetrinkendes Baby

Jeder dritte Baby-Tee enthielt Giftstoffe. Es waren ausschließlich Bio-Produkte betroffen.

MainzIn jedem dritten Kräutertee für Babys waren bei einem Test krebserregende Pflanzenstoffe enthalten. Die Laboruntersuchung wurde vom ZDF-Verbrauchermagazin „WISO“ in Auftrag gegeben und in der Sendung am Montagabend vorgestellt. In 5 der 17 getesteten Kräuter-Babytees wurden demnach sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) nachgewiesen. Laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) können diese pflanzlichen Gifte den Organismus schädigen und sind möglicherweise krebserregend. Die Tees stammten von Discountern, Apotheken und Drogerien.

In den vergangenen Jahren sind pflanzliche Giftstoffe immer wieder in Tees und anderen Naturprodukten wie Honig und Pollenpräparaten gefunden worden. „Die Meldungen häufen sich, weil die Nachweismethoden besser werden“, erklärte Thomas Efferth, Professor am Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie an der Universität Mainz.

Die Pyrrolizidinalkaloide seien meist nicht in den Teekräutern selbst enthalten, sondern im Unkraut auf den Feldern. „Wenn das versehentlich mitgeerntet wird, landen Spuren der Giftstoffe auch in Lebensmitteln“, sagte er. In den meisten Fällen könnten die Giftstoffe später noch in technologischen Verfahren extrahiert werden.

Bei allen fünf belasteten Tees handelte es sich um Bio-Produkte. Besonders Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich auf schädliche Stoffe. Deshalb hätten PAs in Babytees „überhaupt nichts verloren“, sagte ein Kinder-Gastroenterologe dem „WISO“-Magazin.

Öko-Test: Schadstoffe im Reis

Das Testergebnis

Der Basmatireis schneidet "sehr gut" bis "ausreichend" ab, der weiße Langkornreis immerhin noch "gut" bis "ausreichend" und gerade der als gesund geltende Vollkornreis landet klar auf den hinteren Rängen. "Befriedigend" bis "ungenügend" heißt hier das Urteil.

Quelle: Öko-Test, Heft 2/2016

Vitamine im Vollkorn

Vollkornreis enthält viel mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe als weißer Reis. Weil sie alle hauptsächlich in den Randschichten der Körner stecken. Aber in genau diesen Randschichten stecken eben auch Giftstoffe - wie anorganisches Arsen.

Schädliches im Vollkorn

Besonders die hohen Gehalte an anorganischem Arsen ziehen den Vollkornreis runter - aber auch die Mineralölgehalte sind nicht ohne. Zudem stecken in einer der Packungen Rückstände von gleich drei Pestiziden; eins davon liegt über der erlaubten Rückstandshöchstmenge.

Arsen im Vollkorn

Den krebserregenden Stoff hat das von uns beauftragte Labor in sechs der untersuchten sieben Vollkornreise in "stark erhöhter" Menge nachgewiesen. Die Reispflanze nimmt Arsen aus dem Boden auf und reichert es an - oft ist auch das Wasser, in dem sie wächst, arsenbelastet.

Wie echt ist Basmati?

Der Basmatireis im Test überzeugt am meisten. Zunächst einmal steckt überall, wo Basmati draufsteht, auch Basmati drin. Das ist nicht selbstverständlich. Schon häufig haben Lebensmitteluntersuchungen ergeben, dass Fälscher am Werk waren und viel zu viel Fremdreis in den Tüten steckte. Die DNA-Analyse ergab für alle sieben Sorten, dass es sich um echten Basmatireis vom Fuße des Himalayagebirges handelt.

Testsieger

Aldi Nord führt die Tabelle mit dem Bon-Ri Basmati Reis an, der als einziger Reis im Test mit "sehr gut" abschneidet.

Im Allgemeinen seien die Giftstoffe jedoch nur in hoher und langer Dosierung für Menschen gefährlich, sagte Efferth. „Wenn Sie ab und an mal eine Tasse trinken, ist die Gefahr gering einzuschätzen.“ Verlässliche festgelegte Grenzwerte gebe es nicht. Jedes Heilkraut könne Nebenwirkungen besitzen. Deshalb sei es umso wichtiger, die Qualität der Produkte regelmäßig genau zu untersuchen. „Dann sind Heilkräuter wirksame und gute Lebensmittel.“

Olivenöl-Test 2017: Tops und Flops der Stiftung Warentest

Stiftung-Warentest

24 Olivenöle, die zwischen fünf und knapp 15 Euro pro Liter kosten, wurden getestet. Kein Produkt erhält die Note „sehr gut“ oder „gut“.
Quelle: Stiftung Warentest, www.utopia.de

Verbrauchertäuschung

10 Produkte sind aus Sicht der Tester mangelhaft und täuschen den Verbraucher.

Schadstoffe: Mineralöl-Kohlenwasserstoffe

Fast jedes zweite Öl ist mit gesättigten Mineralöl-Kohlenwasserstoffen (MOSH) belastet. Sie können sich im Körper anreichern. Eines der teuersten Öle, ein Bio-Öl für 14,40 Euro pro Liter, ist deutlich mit MOSH und hoch mit aromatischen Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOAH) belastet. Diese gelten als „potenziell krebserregend“.

Schadstoffe: Weichmacher

Ein weiteres Olivenöl ist hoch mit DEHP belastet: Der Weichmacher kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und ist seit 2007 für Materialien verboten, die mit Speiseöl in Kontakt kommen.

Test-Flops

Die Eigenmarken von Penny, Real und Keiser’s Tengelmann/A&P und das Olivenöl Norma/Bellucino wurden mit „mangelhaft“ bewertet.

Test-Tops

Die drei besten Olivenöle schneiden sensorisch, bei Schadstoffen und insgesamt befriedigend ab. Urteil von Utopia: „Als preisbewusste Öle zum Braten und Kochen kann man sie hernehmen.“

Drei Testsieger

Drei Produkte, die mit einer Note besser 3,0 abschneiden. Sie kosten beim Discounter zwischen 5,05 und 6,25 Euro pro Liter.

Aldi-Nord

Gut Bio Olivenöl nativ extra, 6,25 Euro, Note: befriedigend (2,9).

Lidl

Primadonna Natives Olivenöl extra, 5,05 Euro, Note: befriedigend (2,9).

Netto

Vegola Natives Olivenöl extra, 5,05 Euro, Note: befriedigend (2,9).

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×