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19.12.2014

09:29 Uhr

„The Interview“

Brasilianer bietet 100.000 Dollar für Nordkorea-Film

Sony stoppte nach mysteriösen Terrordrohungen die Veröffentlichung des Films „The Interview“. Der brasilianische Autor Paulo Coelho bietet Sony nun für den Film 100.000 Dollar – um ihn kostenlos zu veröffentlichen.

Szene aus dem Film „The Interview“. Der Film sorgt vor seiner Veröffentlichung schon für Furore. Ein Brasilianer will den Film kostenlos auf seinem Blog zeigen. ap

Szene aus dem Film „The Interview“. Der Film sorgt vor seiner Veröffentlichung schon für Furore. Ein Brasilianer will den Film kostenlos auf seinem Blog zeigen.

BrasiliaNach dem Stopp der Nordkorea-Satire „The Interview“ hat der brasilianische Autor Paulo Coelho dem Konzern Sony 100.000 Dollar (gut 81.000 Euro) für die Rechte an dem Film angeboten. „Ich möchte ihn kostenlos in meinem Blog veröffentlichen“, schrieb Coelho am Donnerstag im Internetdienst Twitter. Er bat in seinem Eintrag die brasilianische Vertretung der Filmproduktionsfirma darum, mit ihm in Kontakt zu treten und stellte für sein Angebot eine Frist bis Freitagmittag (Ortszeit).

Sony hatte die für kommende Woche in den USA geplante Veröffentlichung von „The Interview“ nach mysteriösen Terrordrohungen von Hackern abgesagt. Der Konzern reagierte damit auf die Entscheidung mehrerer Kino-Ketten, den Film wegen der Drohungen nicht zu zeigen. In „The Interview“ geht es um ein fiktives Mordkomplott des US-Geheimdienstes CIA gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Die schlechtesten Passwörter 2013

Diverse Ziffernfolgen

Das häufigste Passwort ist „123456“, auf Platz 3 steht „12345678“, auf Platz 9 „123456789“: Ziffernfolgen sind beliebt. Auch „123123“ taucht in der Liste auf.
Quelle: Splashdata. Das US-Unternehmen hat gehackte und im Internet veröffentlichte Nuzterkonten analyisert.

Eine Ziffer mal sechs

Noch einfacher machen es sich Nutzer mit Passwörtern wie „111111“ (Platz 7) und „000000“ (Platz 25). Beide dürften Cyberkriminelle auf dem Zettel haben.

Problem erkannt

Etlichen Nutzern ist das Problem offenbar klar: Auf Platz 24 steht das Passwort „trustno1“, deutsch: Vertraue niemandem. Sicher ist es indes nicht.

Liebesgrüße im Browser

Unsicher, aber zumindest romantisch sind Passwörter wie „iloveyou“ (Platz 9) und „princess“ (Platz 22) – sofern sie sich auf den Partner beziehen.

Affe im Schatten

Warum die Begriffe als Passwörter beliebt sind, ist zwar unklar. Dennoch: „shadow“, deutsch: Schatten, und „monkey“, deutsche: Affe, stehen auf den Plätzen 18 und 17.

Firmenname als Hilfe

In der diesjährigen Auswertung ergibt sich eine Besonderheit: Da 38 Millionen Passwörter von Adobe-Kunden eingeflossen sind, tauchen sowohl der Firmenname als auch Produkte des Unternehmens auf, etwa in „adobe 123“ (Platz 10) und „photoshop“ (Platz 15).

Coelho sagte der Zeitung „O Globo“ dazu, der Stopp des Films sei ein „furchtbarer Präzedenzfall“. Die Entscheidung von Sony bedeute, „dass die Terroristen gewonnen haben“. Die Hackergruppe Guardians of Peace (GOP) hatte am Dienstag eine ominöse Warnung ausgesprochen und an die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA erinnert. Sony reagierte zunächst nicht öffentlich auf Coelhos Angebot.

Von

afp

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