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01.09.2011

16:03 Uhr

Theater-Star

Schauspielerin Rosel Zech ist tot

Sie gehörte zur ersten Garde der deutschen Schauspielerinnen. Ihr Gesicht kennen Millionen von Bühne, Kinoleinwand oder Bildschirm. Rosel Zech war Fassbinders Veronika Voss. Nun starb die Künstlerin an Krebs.

Die Schauspielerin Rosel Zech ist am Mittwochabend im Alter von 69 Jahren in Berlin gestorben. dpa

Die Schauspielerin Rosel Zech ist am Mittwochabend im Alter von 69 Jahren in Berlin gestorben.

Die Schauspielerin Rosel Zech ist tot. Sie starb am Mittwochabend mit 69 Jahren in einer Berliner Klinik an Knochenkrebs. Das teilte die Geschäftsführerin der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Juliane Lorenz, am Donnerstag mit. „Sie ist sehr aufrecht und sehr bewusst in den Tod gegangen, und sie hat gekämpft“, sagte Lorenz, eine gute Freundin der Künstlerin, der Nachrichtenagentur dpa.

Zech galt als besonders wandlungsfähige und ausdrucksstarke deutsche Schauspielerin. Einem Millionenpublikum war sie als gestrenge Mutter Oberin aus der TV-Serie „Um Himmels Willen“ bekannt.

Einen ihrer größten Erfolge feierte sie in den 80er Jahren in Rainer Werner Fassbinders vorletztem Film „Die Sehnsucht der Veronika Voss“. Die Rolle eines drogenabhängigen Ufa-Stars brachte ihr den Goldenen Berliner Bären als beste Schauspielerin ein.

Fast bis zuletzt war die vielfach preisgekrönte Darstellerin im Kino, beim Fernsehen und auf der Bühne aktiv. Erst bei den Dreharbeiten zur letzten Staffel von „Um Himmels Willen“ im Frühsommer musste TV-Star Gaby Dohm als Chef-Nonne einspringen. Zechs Managerin Carola Studlar bestätigte damals, die Schauspielerin sei krank und erhole sich zu Hause. „Ihr Vertrag ruht. Sie hat aber fest eingeplant, 2012 wieder „Um Himmels Willen“ zu drehen.“

Tieftraurig zeigte sich Schauspielkollege Fritz Wepper. „Das hat mich total erschüttert“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Wir hatten große Freude, zusammen zu arbeiten; ich werde ihre herzliche Art vermissen und auch das Fachsimpeln über Fußball.“ Wepper und Zech hatten über Jahre hinweg für „Um Himmels Willen“ gemeinsam vor der Kamera gestanden und sich als Bürgermeister Wöller und Kloster-Oberin Gefechte geliefert. Erst vor kurzem habe noch ein Hoffnungsschimmer auf Zechs Genesung bestanden, „nun heute diese Hiobsbotschaft“, sagte der Schauspieler.

Als Rosalie Helga Lina Zech 1942 in Berlin geboren, hatte die Tochter einer Binnenschiffer-Familie ihr Handwerk am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin gelernt. Sie arbeitete mit vielen bekannten Regisseuren zusammen und begeisterte ihr Publikum auf den großen Bühnen der Republik.

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