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04.01.2010

15:19 Uhr

Tief „Daisy“ naht

Deutschland steuert auf gewaltiges Schneechaos zu

Die bisherige Schnee- und Eisglätte ist nichts gegen das, was noch kommt: Ein Tief, das voraussichtlich „Daisy“ heißen wird, bringt ab Freitag riesige Schneemengen übers Land. Der Osten und Norden Deutschlands werden davon nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes am meisten betroffen sein, aber das ganze Bundesgebiet verwandelt sich voraussichtlich in eine weiße Winterlandschaft.

In den nächsten Tagen herrscht weiter Dauerfrost. dpa

In den nächsten Tagen herrscht weiter Dauerfrost.

HB FRANKFURT. Bis Montagmorgen kann die Schneedecke auch auf dem flachen Land 20 Zentimeter erreichen, so die Prognose. Im Norden Deutschlands drohen Behinderungen durch Schneeverwehungen.

Schon die Niederschläge der vergangenen Tage haben in Deutschland für zahlreiche Unfälle und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Streusalzhersteller kommen mit den Lieferungen kaum nach, Räumdienste sind im Dauereinsatz.

Ein Todesopfer forderte die Kälte in Duisburg: Ein seit Weihnachten vermisster Rollstuhlfahrer ist kurz vor der Stadtgrenze Dinslaken erfroren neben seinem schneebedeckten Rollstuhl gefunden worden. Passanten entdeckten am Sonntag den hinter einem Busch liegenden 48-Jährigen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann, der in einem Duisburger Pflegeheim wohnte, war zuletzt am zweiten Weihnachtstag gesehen worden.

Bei eisigen Temperaturen hat ein Schaden an einem Fernwärmerohr in München am Montag rund 1.800 Anschlüsse für mehrere Stunden von der Fernwärmeversorgung abgeschnitten. In Haushalten, Büros, Arztpraxen und Hotels im Stadtzentrum und anderen Vierteln fielen bei etwa minus fünf Grad die Heizung und Warmwasserversorgung aus, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke München der Nachrichtenagentur APD.

Der Betrieb am Flughafen Dortmund normalisierte sich nach dem Startabbruch einer Passagiermaschine und einer fast 14-stündigen Sperrung am Montag wieder weitgehend. Start- und Landebahnen seien wieder fei und die Verspätungen vom Sonntag aufgeholt worden, sagte Sprecher Marc Schulte der APD.

In den nächsten Tagen herrscht laut DWD weiter Dauerfrost. Viel Schnee ist noch nicht zu erwarten. Wenn es nachts aufklart, gibt es strengen Frost, dessen Werte in ungünstigen Lagen auch bis nahe minus 20 Grad sinken können. Am Dienstag kann der Frost tagsüber minus sieben Grad erreichen

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Kommentare (7)

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xnuk

04.01.2010, 18:50 Uhr

"bis Montagmogen kann die Schneedecke ... 20 cm erreichen", steht im Artikel.
Darf ich daran erinnern, daß wir im berliner Raum
bereits eine Schneedecke von 16 cm haben?
Müssen wir jetzt wirklich mit unglaublichen 4 cm Neuschnee rechnen?? ^^

BackermeisterBullerjahn

04.01.2010, 19:07 Uhr

@ Xnuk
Möchten Sie jeden Tag eine Zeitung mit interessanten Nachrichten füllen? ich nicht. Auf 95% aller uns als lesenswert verkauften Nachrichten kann Otto Normalbürger verzichten.
Ja wenn man die Zeitung oder den Wetterdienst verklagen könnte, wenn es nicht so kommt, das wäre etwas anderes. So stellt man sich am besten auf den Standpunkt: "Es kütt, wie es kütt".

Udo

04.01.2010, 19:12 Uhr

Global Warming ist aufgeschoben...
Ab frühjahr lässt sich erst wieder Panik generieren um uns extra Kohle aus der Tasche zu ziehen.
Wär doch ein Ding wenn alle korrupten Politiker erfrieren würden ;-)
Hätte z.b. das deutsche Volk bedeutend weniger Diäten zu zahlen....

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