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13.07.2017

09:24 Uhr

Tief im Westen

Wesel ist die „Blitz-Hauptstadt“ 2016

Der Kreis Wesel hat einen neuen Titel: Blitz-Hauptstadt 2016. Nirgendwo sonst blitzte und donnerte es im vergangenen Jahr häufiger als rund um Wesel am Niederrhein - auf dem zweiten Platz folgt Aschaffenburg in Bayern.

Nirgendwo sonst in Deutschland zuckte es im vergangene Jahr häufiger als im Kreis Wesel. dpa

„Blitz-Hauptstadt“ 2016

Nirgendwo sonst in Deutschland zuckte es im vergangene Jahr häufiger als im Kreis Wesel.

WeselEs blitzt, donnert, knallt und grollt - im vergangenen Jahr nirgendwo in Deutschland so häufig wie im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Der darf sich damit Blitz-Hauptstadt 2016 nennen. Auf einen Quadratkilometer Kreisfläche kamen 4,1 Einschläge, gab der Blitz-Informationsdienst bekannt.

„Im Jahr 2016 gab es in Deutschland auffallend wenige Blitzeinschläge“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes. Im normalerweise blitzreichen August habe es nur sehr wenige Gewitter gegeben.

Eigentlich ist der Landkreis Wesel eine blitzarme Region - und somit Überraschungssieger. Der Kreis konnte mit sehr heftigen Gewittern im Mai und Juni punkten.

So verhält man sich richtig bei Blitz und Donner

Grundregeln

Im Sommer können Gewitter recht heftig ausfallen. Wichtig ist, dass man einige Grundregeln beherzigt und dass man sich an den verschiedenen Orten, an denen man sich gerade befindet, richtig verhält.
Quelle: Wort & Bild Verlag - Baby und Familie

Schutz suchen

So wie ein Gewitter aufzieht, sollte man unbedingt ein festes Gebäude aufsuchen.

Häuser

In einem Haus mit Blitzableiter ist man recht sicher.

Elektrische Geräte

Allerdings sollte man während eines heftigen Gewitters keine elektrischen Geräte benutzen, und am besten man nimmt die Geräte sogar vom Netz.

Bad und Telefon

Während des Gewitters sollte man nicht duschen oder baden und nur schnurlose Telefone benutzen.

Draußen

Hinhocken, Füße eng zusammen stellen, Hände um die Beine legen, Kopf einziehen, damit man so wenig Fläche wie möglich für einen Blitzschlag bietet.

Vorsicht vor Metall

Auf keinen Fall sollte man metallische Gegenstände anfassen, wie Fahrrad oder Regenschirm, denn die können einen Blitz anziehen.

Auto

Bei Gewitter ist man im Auto gut geschützt, denn die Karosserie fungiert als Faraday'scher Käfig und leitet den Blitzeinschlag in den Boden ab.

Wohnwagen

Das Gleiche gilt auch für Wohnmobile und für Wohnwagen, die auch aus einer Karosserie aus Metall bestehen.

Fenster schließen

Alle Fenster, Schiebedächer und Dachluken müssen geschlossen sein, aber das macht man ja sowieso, da es bei Blitz und Donner meistens auch kräftig regnet.

Kinder beruhigen

Und wenn die Kinder nachts Angst bei Gewitter Angst haben, sollte man den Nachwuchs mit ins Bett nehmen. Das beruhigt und aus der bedrohlichen Situation wird eine entspannte.

Auf Platz Zwei kam Aschaffenburg in Bayern, auf dem dritten Platz landete - unweit von Wesel - Borken in Nordrhein-Westfalen. Am wenigsten blitzte es in Flensburg, Fürth und in Frankfurt/Oder.

Insgesamt machte sich das eindrucksvolle Wetterphänomen im vergangenen Jahr in Deutschland rar: Mit 432 000 Blitzen schlugen so wenige ein wie seit 1999 nicht mehr. 2015 waren noch rund 550 000 Blitze am Himmel zu beobachten. Davor waren es wiederum 623 000. Es gab aber auch schon Jahre wie 2007, in denen mehr als eine Million Blitze in Deutschland einschlugen.

Nicht weniger überraschend ist, dass Hamburg mit rund 1,7 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer den ersten Platz als blitzreichstes Bundesland belegt, das benachbarte Schleswig-Holstein mit 0,7 aber den letzten Platz als blitzärmstes. Die Blitzeinschläge werden in der Karlsruher Blitzzentrale des Siemens-Konzerns registriert.

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