Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.04.2006

17:30 Uhr

Tierischer Reklametrick

Bürgermeister will lebende Litfasssäulen verbannen

Erfinderisch haben sich Hoteliers im holländischen Joure gezeigt: Sie nutzen neuerdings Schaafe als laufende Werbebotschaft. Nun will der Bürgermeister des Ortes den Geschäftsleuten allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.

HB DEN HAAG. Ein tierischer Reklametrick der niederländischen Hotelwirtschaft hat den Bürgermeister des Dorfes Joure am IJsselmeer auf den Plan gerufen. Dort tragen Schafe nicht nur ihren Pelz, sondern auch einen Mantel mit dem Hinweis auf eine Internetseite für Hotelbuchungen. Die beteiligten Bauern lassen sich dieses Schaulaufen ihrer wolligen Vierbeiner gut bezahlen.

Doch Bert Kuiper, Bürgermeisters des Städtchens mit dem friesischen Namen Skarsterlân, will die lebenden Litfasssäulen jetzt loswerden. Ihr Einsatz verstoße gegen die Gemeinderegel, keine Werbung an Schnellstraßen zu platzieren. Wird den Schafen ihr Reklamekleid nicht ausgezogen, so sollen die Hoteliers 500 Euro Bußgeld pro Tag bezahlen. Die aber zeigen sich, mit einem Rekordverdienst von Ostern in den Kassen, ungerührt: „Wir lassen die Schafe weiter laufen und zahlen“, sagte ihr Sprecher am Mittwoch. „Das geht bis maximal 20 000 Euro und muss einem guten Zweck zugeführt werden. Und unseren guten Umsatz verdanken wir auch den Schafen. Und die Bauern haben auch etwas davon.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×