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13.08.2012

03:11 Uhr

Tod auf offener Straße

Wieder Angriff auf Ausländer in Athen

In Griechenlands Hauptstadt ist am Sonntag ein Iraker auf offener Straße niedergestochen worden. Es ist einer von immer mehr rassistischen Gewaltakten im Epizentrum der Euro-Krise.

Auch diese Migranten sagen, Mitglieder der rechtsextremen Partei „Goldene Morgenröte“ hätten sie angegriffen. Für einen Iraker endete ein ähnlicher Angriff tödlich. dapd

Auch diese Migranten sagen, Mitglieder der rechtsextremen Partei „Goldene Morgenröte“ hätten sie angegriffen. Für einen Iraker endete ein ähnlicher Angriff tödlich.

AthenIm krisengebeutelten Griechenland kommt es verstärkt zu Gewaltausbrüchen gegen Ausländer: Im Zentrum der Hauptstadt Athen ist am Sonntag ein irakischer Einwanderer auf offener Straße angegriffen und tödlich verletzt worden. Die Polizei leitete nach eigenen Angaben eine Fahndung nach fünf Verdächtigen ein. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu fremdenfeindlichen Übergriffen in Griechenland.

Der Iraker sei am Morgen mit einem scharfen Gegenstand attackiert worden, teilte die Polizei mit. Mehrmals hätten die Täter auf ihn eingestochen. Wenige Stunden nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus sei der Mann seinen schweren Verletzungen erlegen. Zuvor waren demnach auch ein Rumäne und ein Marokkaner angegriffen worden. Die beiden konnten sich jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

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Der Minister für öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus. Der Staat werde „schonungslos gegen alle Straftäter“ vorgehen, versprach er.

Die Zahl der rechtsextremen Gruppen ist in Griechenland in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Die rechtsextreme Partei „Goldene Morgenröte“, die bei den Parlamentswahlen fast sieben Prozent der Stimmen holte, profitiert derzeit von der Krisenstimmung im Land und macht offen Stimmung gegen Ausländer. Die Partei machte beispielsweise mit Essensausgaben an Bedürftige auf sich aufmerksam, da sie bei der Aktion nur Menschen mit griechischen Ausweisen mit Lebensmitteln versorgte.

Von

dapd

Kommentare (6)

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Edelzwicker

13.08.2012, 07:16 Uhr

Die Zahl der rechtsextremen Gruppen ist in Griechenland in den vergangenen Wochen stark gestiegen.
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Da kann man mal sehen, wie schnell sich politische Parteien bilden können, die ........

Account gelöscht!

13.08.2012, 08:25 Uhr

Und das wird noch deutlich schlimmer werden. Und sicher auch nicht nur auf Griechenland beschränkt.

Account gelöscht!

13.08.2012, 08:31 Uhr

Da Griechenland in einer tiefen selbstverschuldeten Rezession steckt, wobei noch Milliarden an EU Geldern reingeschossen wird (ist wie bei einem sinkenden Schiff noch mehr Wasser rein zu Pumpen), kommen solche Nachrichten natürlich zur Unzeit.
Wenn sich die Griechen nicht anders zu wehren wissen, anstatt die wahren Schuldigen für dieses Dilemma zu suchen, dann brauchen die sich auch nicht Wundern das sie an die Wand gefahren werden.
Ich habe noch in keinem Zeitungsartikel oder in den TV Nachrichten gehört, das die griechische Regierung die Milliarden zurückholen will, die die herrschende und reiche Elite des Landes, aus dem Land geschaffen haben.
Wie wäre es mal damit, statt Leute zu Töten oder zu drangsalieren, sondern damit anfangen die fehlenden Steuermilliarden wieder zurück zu holen.

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