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04.05.2011

14:13 Uhr

Tod Bin Ladens

Keine erhöhte Terrorgefahr bei Song Contest

NRW-Innenminister Jäger sieht den Eurovision Song Contest nicht als konkretes Ziel eines möglichen Vergeltungsanschlag für den Tod Osama Bin Ladens. Das heißt allerdings nicht, dass es keine Bedrohungslage gäbe.

Sieht keine konkrete Anschlagsgefahr für den ESC: NRW-Innenminister Ralf Jäger. Quelle: dpa

Sieht keine konkrete Anschlagsgefahr für den ESC: NRW-Innenminister Ralf Jäger.

DüsseldorfDer NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht für den Eurovision Song Contest in Düsseldorf trotz allgemein hoher Terrorbedrohung keine besondere Gefahr. Aber: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagte der Minister der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Düsseldorf. „Hinweise auf eine besondere Gefahr für diese Veranstaltung liegen uns derzeit nicht vor.“ Für die weltgrößte Musikshow - das Finale findet am 14. Mai erstmals nach 28 Jahren wieder in Deutschland statt - stehen schon jetzt viele Akteure der 43 teilnehmenden Nationen bei Proben auf der Bühne in der Düsseldorfer Arena.

Nach dem Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und einem - mit drei Festnahmen in NRW - vereitelten Terroranschlag in Deutschland gehen Sicherheitsexperten weiter von einer angespannten Bedrohungslage aus. „Der Tod von Osama bin Laden bedeutet nicht, dass die Terrorgefahr gebannt ist. Wir müssen weiter wachsam sein und dürfen uns nicht zurücklehnen“, betonte der nordrhein-westfälische SPD-Politiker. „Die Gefahr bleibt weiter latent hoch. Es gibt aber keine konkreten Anschlagshinweise.“

Eine Änderung im Sicherheitskonzept rund um den Song Contest ist laut Minister nicht ausgeschlossen: „Wir stehen in ständigem Kontakt mit anderen Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern. Sollte sich die gemeinsame Gefahreneinschätzung ändern, wird das natürlich Einfluss auf das Sicherheitskonzept haben.“ Die Sicherheitsvorkehrungen in NRW seien aber schon jetzt auf hohem Niveau. „Die meisten davon sehen die Bürgerinnen und Bürger nicht, weil sie verdeckt sind. Dort, wo es notwendig ist, haben wir die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.“

Ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei sagte der dpa: „Der laufende Einsatz zur Sicherung des Song Contests ist eine große Herausforderung und bisher gut gelaufen.“ Starke Polizeipräsenz ist sichtbar.

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