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13.08.2013

15:00 Uhr

Tod des niederländischen Prinzen

Trauer um Prinz Friso

Der niederländische Prinz ist nach eineinhalb Jahren im Koma gestorben. Seine Familie verabschiedet sich nun von ihm. Zahlreiche Niederländer bekundeten ihr Beileid – sowohl im Netz als auch mit Blumen.

Prinz Friso gestorben

Holland trauert um seinen toten Prinzen

Prinz Friso gestorben: Holland trauert um seinen toten Prinzen

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Den HaagDie Fahne auf Palast Huis ten Bosch in Den Haag weht auf halbmast. Am Tag nach dem Tod des niederländischen Prinzen Friso bleiben immer wieder Menschen stehen und schauen durch das große schmiede-eiserne Gitter in den Garten. Viele geben Blumen ab. Fotografen und TV-Kameras versuchen, Bilder einzufangen von der Familie, die am Dienstag im Palast Abschied von Friso nimmt. Der Prinz liegt aufgebahrt in dem Palast, in dem er am Montag nach 18 Monaten im Koma mit 44 Jahren gestorben war.

Hin und wieder erscheinen Prinzessin Beatrix, König Willem-Alexander und Königin Máxima vor dem Palast. Prinzessin Mabel, und ihre beiden kleinen Töchter Luana (8) und Zaria (7), die am Vortag ihren Mann und Vater verloren, laufen durch den Garten. Auch der jüngste Sohn von Prinzessin Beatrix, Prinz Constantijn, und seine Familie stehen nun Frisos Mutter und Witwe bei.

Gut drei Monate nach dem großen Fest zum Thronwechsel erleben die Niederländer nun ihre königliche Familie in Trauer und sie fühlen mit ihr - intensiv aber verhalten. Vor dem Palast brennen keine Kerzen und liegen keine Blumen.

„Es ist ein kleines Zeichen von Mitgefühl“, sagt ein junger Mann und überreicht einem Mitarbeiter des Hofes einen Strauß Lilien. „Wir hatten das natürlich alle erwartet“, fügt eine ältere Dame hinzu. „Aber dann kam es doch so plötzlich.“

Seit dem 17. Februar 2012 lag der Bruder von König Willem-Alexander im Koma, nachdem er beim Skilaufen abseits der Piste im österreichischen Lech von einer Lawine verschüttet worden war. 50 Minuten musste er wiederbelebt werden. Zu lange, stellten die Ärzte fest. Durch den Sauerstoffmangel war das Gehirn zu schwer beschädigt.

„Es ist das Beste für Friso“, sagt eine junge Mutter am Tor. „Jetzt kann die Familie endlich trauern.“ Das Mitgefühl, das Tausende auch schriftlich in den Kondolenzlisten im Internet äußern, gilt besonders Frisos Mutter und seiner Witwe. Beatrix und Mabel hatten in den vergangenen eineinhalb Jahren alles getan, um dem Sohn und Mann beizustehen. „Ich habe große Bewunderung für sie“, hatte König Willem-Alexander (47) noch kurz vor dem Thronwechsel am 30. April im niederländischen Fernsehen gesagt. „Wir sind eine sehr enge Familie und so ein Unglück ist für uns sehr sehr traurig.“

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