Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.08.2012

22:28 Uhr

Todesopfer

Sturm "Isaac" zieht Hochwasser nach sich

Bis zu 40 Zentimeter Regen fielen in Folge des Sturms „Isaac“ in Louisiana, Hunderttausenden fehlt Strom. New Orleans kam glimpflich davon, die neuen Deiche hielten. Noch vor Obama begutachtete Romney die Schäden.

Bewohner der überfluteten Gebiete in Jean Lafitte, Louisiana. dapd

Bewohner der überfluteten Gebiete in Jean Lafitte, Louisiana.

New OrleansSturm "Isaac" hat im US-Staat Louisiana ein Chaos hinterlassen. Bevor die Reste des Hurrikans am Freitag weiter nach Norden ins Landesinnere abzogen, setzten schwere Regenfälle ganze Straßenzüge unter Wasser. Auch Häuser, die von den Wassermassen verschont blieben, waren ohne Strom. Hunderttausende Menschen wurden von der Energieversorgung abgeschnitten.

Aus Louisiana und Mississippi wurden derweil insgesamt sechs Todesopfer gemeldet. Zuletzt wurden ein Mann und eine Frau am Donnerstagabend tot in einem Haus in Braithwaite südlich von New Orleans gefunden. Ein 75-jähriger Autofahrer ertrank, nachdem sein Wagen von einer überfluteten Straße abkam und in einen Graben stürzte. In der Dominikanischen Republik und Haiti waren "Isaac" 24 Menschen zum Opfer gefallen.

In Louisiana waren vorübergehend mehr als 900.000 Haushalte oder 47 Prozent des Staates ohne Strom. Am Donnerstagabend mussten noch rund 820.000 Haushalte ohne Strom auskommen, wie die Behörden mitteilten. Sie erklärten, es werde noch mindestens zwei Tage dauern, bis alle Häuser und Geschäfte wieder ans Netz angeschlossen seien. Es wird Tage dauern, bis das Wasser aus den Überschwemmungsgebieten abgelaufen ist.

Issac hinterlässt Zerstörung

Video: Issac hinterlässt Zerstörung

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Nach seiner offiziellen Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten auf dem Parteitag in Florida reiste Mitt Romney am Freitag nach Louisiana, wo er gemeinsam mit dem Gouverneur des Staats, Bobby Jindal, das Ausmaß der Schäden begutachten wollte. Präsident Barack Obama will am Montag nach Louisiana reisen, wie sein Wahlkampfteam am Freitag mitteilte.

New Orleans blieb vom Hochwasser verschont, auch dank der Deiche, die nach den verheerenden Zerstörungen durch Hurrikan "Katrina" 2005 verstärkt wurden. Das Ausgehverbot in der Stadt wurde aufgehoben, zur Normalität konnte die Stadt dennoch noch nicht zurückkehren. "Ich habe einen batteriebetriebenen Ventilator", sagte Rhyn Pate, ein Mieter in New Orleans. "Und das Wichtigste: Insektenspray."

In einigen Regionen fielen bis zu 40 Zentimeter Regen. Rund 500 Menschen mussten mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Viele Menschen erzählten, sie hätten nun mehr Wasser in ihren Häusern als während "Katrina" vor sieben Jahren.

Und "Isaac" könnte mit Verzögerung weitere Schäden anrichten. Die Behörden pumpten Wasser aus einem Reservoir, um den Druck von einem Damm in Mississippi nahe der Grenze zu Louisiana zu nehmen. Sie wollten am Freitag auch ein Loch in den Damm bohren, um kontrolliert Wasser abzulassen. In Plaquemines Parish im Südosten von Louisiana führten die Rettungskräfte einen kontrollierten Dammbruch herbei.

Von

dapd

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×