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26.06.2014

12:53 Uhr

Todestag von Michael Jackson

„Wir lieben dich, Michael!“

Fans aus aller Welt sind anlässlich des fünften Todestages von US-Sänger Michael Jackson zu dessen Grabstätte gepilgert. Am 25. Juni 2009 war er im Alter von 50 Jahren an einer Medikamenten-Überdosis gestorben.

Fans aus Deutschland, Italien, Großbritannien und vielen anderen Ländern kamen zu dem Friedhof, auf dem zahlreiche Stars ihre letzte Ruhe fanden. dpa

Fans aus Deutschland, Italien, Großbritannien und vielen anderen Ländern kamen zu dem Friedhof, auf dem zahlreiche Stars ihre letzte Ruhe fanden.

GlendaleBlumen und Liebesbotschaften für den „King of Pop“: Dutzende Fans aus aller Welt sind am Mittwoch anlässlich des fünften Todestages von US-Sänger Michael Jackson zu dessen Grabstätte gepilgert. Auf dem Forest-Lawn-Friedhof bei Los Angeles trauerten sie gemeinsam um ihr Idol. Jackson war am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren an einer Medikamenten-Überdosis gestorben.

„Wir lieben dich, Michael“, war auf einem riesigen roten Herz zu lesen, das ein Fan vor der Grabstätte abgelegt hatte. Auf anderen Spruchbändern standen Botschaften wie „Wir vermissen dich“ oder „Fünf Jahre ohne dich - wir lieben dich noch mehr“. Einige Trauernde waren als Ebenbilder ihres großen Idols gekleidet.

Neben Fans aus den USA waren Jackson-Anhänger aus Deutschland, Italien, Mexiko, Großbritannien und vielen anderen Ländern zu dem Friedhof gekommen, auf dem zahlreiche Stars ihre letzte Ruhestätte fanden. Mikie aus Japan war mit ihren Freundinnen angereist. Der Tag sei für sie sehr bewegend, sagte Mikie, die die Grabstätte bereits zum zweiten Mal besuchte. „Es ist ein trauriger Tag für uns alle“, sagte die New Yorkerin Melanie Freeman. Gleichzeitig müsse das Erbe Jacksons gefeiert werden. „Alles, was MJ (Michael Jackson) für uns getan hat, tun wir jetzt für ihn.“

Jackson hatte vor seinem Tod an einer Comeback-Tournee gearbeitet. Die Proben für die Konzertserie „This is It“ setzten ihm allerdings stark zu, der Musiker klagte über Schlafprobleme. Sein Leibarzt Conrad Murray versorgte ihn deshalb mit dem Betäubungsmittel Propofol, der Sänger starb an einer Überdosis dieses Medikaments. Murray wurde im November 2011 zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, im Herbst vergangenen Jahres kam er vorzeitig auf freien Fuß.

„Michael war ein Freund, ich habe mich wie eine Vaterfigur für ihn gefühlt“, sagte Murray am Mittwoch dem Sender CNN. Er habe den Sänger nicht wegen der üppigen Bezahlung von 150.000 Dollar pro Monat behandelt, sondern aus tief empfundener Freundschaft. „Es ging nicht ums Geld“, betonte Murray. Der Arzt berichtete auch über die letzten Stunden vor Jacksons Tod. Er habe nicht gewusst, dass ein anderer Arzt ihm jahrelang das Schmerzmittel Demerol verabreicht habe, beteuerte Murray.

„Michael Jackson führte ein Leben voller Schmerz, über Jahre und Jahrzehnte. Man musste einfach mit ihm mitfühlen.“ Er trauere jeden Tag um Michael, sagte der Arzt. Auch sein eigenes Leben sei aus den Fugen geraten. „Ich gebe mein Bestes, um wieder in die Spur zu kommen“, fügte Murray hinzu, der nach eigenen Angaben bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen will, um sein Urteil anzufechten.

Jackson war einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, bereits als Kind stand er mit seinen Geschwistern auf der Bühne. Ihre größten Erfolge feierte die Soulband „The Jackson Five“ in den 70er Jahren. Im folgenden Jahrzehnt revolutionierte Jackson dann die Popmusik. Seine Platte „Thriller“ ist nach wie vor das meistverkaufte Album aller Zeiten, mit dem "Moonwalk" brachte er eine neue Tanzform auf die Bühne.

Ein halbes Jahrzehnt nach dem frühen Tod des „King of Pop“ blühen die Geschäfte mit dessen Erbe. Zwar plagten den US-Sänger vor seinem Tod Schulden von 500 Millionen Dollar (367 Millionen Euro). Laut dem Buch „Michael-Jackson-AG“ soll der Jackson-Clan mit dem Nachlass seines berühmtesten Mitglieds in den vergangenen fünf Jahren aber mehr als 700 Millionen Dollar erwirtschaftet haben.

Von

afp

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