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28.04.2011

23:48 Uhr

Tornados in den USA

AKW abgeschaltet - Daimler-Werk beschädigt

VonReuters

Eine Serie von bis zu 150 Horror-Tornados hat Tod und Verwüstung im Süden der USA hinterlassen. Ein Atomkraftwerk in Ohio schaltete sich automatisch ab. Präsident Obama will nun in die Krisenregion reisen.

Glenda Dillshaw geht durch die Überreste ihres Hauses in Pleasant Grove nachdem der Tornado darüber hinweggefegt ist. Quelle: dapd

Glenda Dillshaw geht durch die Überreste ihres Hauses in Pleasant Grove nachdem der Tornado darüber hinweggefegt ist.

New YorkMindestens 280 Tote, Verwüstungen in sieben US-Bundesstaaten und ein Atomkraftwerk, das aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden musste - das ist die vorläufige Bilanz der verheerendsten Tornado-Katastrophe in den USA seit fast 40 Jahren. Eine Serie von bis zu 150 Wirbelstürmen wüteten in den vergangenen Tagen im Süden der USA. Am schlimmsten traf es Alabama, wo die Rettungskräfte bis Donnerstag 150 Tote bargen. „Wir erwarten aber, dass die Zahl steigen wird“, sagte Gouverneur Robert Bentley. Häuser, Einkaufszentren und Tankstellen wurden dem Erdboden gleichgemacht, Autos umgeworfen und Bäume entwurzelt.

Am schwersten wurde Tuscaloosa in Alabama getroffen. Der Bürgermeister sagte, ein 1,6 Kilometer breiter Monster-Tornado habe eine elf Kilometer lange Schneise der Zerstörung in die Universitätsstadt geschlagen. Ein Atommeiler nahe Athens wurde von der Stromversorgung abgeschnitten, die drei Reaktoren schalteten sich automatisch ab. Dutzende Todesopfer und schwere Verwüstungen gab es auch in den Staaten Mississippi, Arkansas, Georgia und Tennessee. Siedlungen wurden dem Erdboden gleichgemacht, Hunderttausende Menschen saßen ohne Strom da. In Alabama, Mississippi und Georgia wurde der Notstand ausgerufen. In Virginia starben acht Menschen.

Präsident Barack äußerte sich tief erschüttert. „Der Verlust an Menschenleben ist herzzerreißend“, sagte er im Weißen Haus. Es handele sich um die schwersten Wirbelstürme seit Jahrzehnten. Obama sagte den Menschen Hilfe zu. Am Freitag will er in die Krisengebiete fliegen.

Inzwischen rief er 2000 Nationalgardisten zur Hilfe, um nach Überlebenden zu suchen. Rettungsmannschaften waren bereits die Nacht zum Donnerstag überall im Einsatz, „bis zur Erschöpfung“, schilderten lokale Medien. „Sie arbeiten bis zum Umfallen.“ Viele Straßen waren unpassierbar, Trümmer über Trümmer, umgestürzte Bäume und Autos; Menschen, die weinend vor dem Schutthaufen standen, dort, wo noch kurz zuvor ihr Zuhause war. „Es ist Brachland, es gibt keine Gebäude mehr“, beschrieb eine Einwohnerin in Jefferson County das Bild. „Mein Badezimmer ist jetzt auf der anderen Straßenseite“, sagte eine andere fassungslos dem örtlichen Sender WMBC. Alle Krankenwagen aus der Region waren im Einsatz. „Es ist so wie mit den vielen Taxis in New York“, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes in Birmingham. In manchen Gebieten Alabamas sind die Leichenhallen so überfüllt, dass Kühlwagen die Toten aufnehmen müssen.

Kommentare (2)

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KFR

28.04.2011, 22:29 Uhr

hatten wir das nicht gerade irgendwo ? kein Strom - kein Kühlung und bumms ??

HeilDirInDerSiegerkloake

28.04.2011, 22:46 Uhr

Tornado's, Erdbeben, Tsunamis, soziale Spannungen, Atomkraftunregelmäßigkeiten: Alles Kommunisten, das haben sich die Feinde der freien Marktwirtschaft alles ausgedacht. Alles bolschewistisch reaktionäre Schweine!

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