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14.08.2014

10:39 Uhr

Tote in Dänemark

Bakterien-Wurst auch nach Deutschland geliefert

Der Tod von zwölf Dänen nach dem Verzehr von Wurst schreckt auch deutsche Fleischesser auf. Denn mittlerweile warnen die Behörden: Die mit Bakterien verseuchten „Rullepølser“ sind auch nach Deutschland gelangt.

Deutsche Wurstliebhaber sind in Sorge: Die mit Bakterien verseuchte Wurst ist doch nach Deutschland gelangt. Ob sie auch verkauft wurden, ist noch nicht klar. dpa

Deutsche Wurstliebhaber sind in Sorge: Die mit Bakterien verseuchte Wurst ist doch nach Deutschland gelangt. Ob sie auch verkauft wurden, ist noch nicht klar.

KopenhagenMit gefährlichen Bakterien verseuchte Fleischwaren, nach deren Verzehr in Dänemark zwölf Menschen starben, sind auch an einen deutsch-dänischen Grenzhandel in Schleswig-Holstein geliefert worden. Das Landwirtschaftsministerium in Kiel sei über eine Schnellmeldung informiert worden, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend. Ob die mit Listerien belasteten Fleischprodukte auch verkauft wurden, werde noch geprüft.

Die Veterinärbehörde im Kreis Schleswig-Flensburg sei angewiesen worden, die Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Dem Ministerium lagen keine Informationen über mögliche Erkrankungen im Zusammenhang mit den verseuchten Lebensmitteln vor.

Zuvor hatte es aus dem Lebensmittelministerium in Kopenhagen geheißen, das belastete Fleisch sei nicht ins Ausland verkauft worden. Die Wurst stammt von dem Produzenten Jørn A. Rullepølser, das Unternehmen wurde von den dänischen Behörden geschlossen.

Bakterieninfektion: Zwölf Tote durch Listerien in Wurst in Dänemark

Bakterieninfektion

Zwölf Tote durch Listerien in Wurst in Dänemark

Die Keime steckten wohl in Wurstprodukten eines dänischen Fleischwarenherstellers – und sie wirkten tödlich: Dänische Behörden haben die Quelle für die jüngst gehäuft auftretenden Todesfälle durch Listerien gefunden.

Zwölf Dänen starben seit September 2013 an den Folgen einer solchen Infektion, insgesamt 20 hatten sich mit den Bakterien angesteckt, die in Wurstwaren gefunden wurden. Jetzt wurden die gleichen Bakterien in einer Charge Rullepølser entdeckt - einer Schweinebauch-Spezialität. Auch Salami, Frankfurter und Lammrouladen waren verseucht.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass möglicherweise mehr Menschen betroffen sein könnten als bisher bekannt. Wissenschaftler am staatlichen Serum Institut untersuchten Proben von vier weiteren Patienten, wie die Forscher am Mittwoch mitteilten. Die Ergebnisse sollen Anfang kommender Woche vorliegen. Von vier weiteren Patienten erwartet das Institut Proben.

Alle Produkte des Fleischfabrikanten Jørn A. Rullepølser werden gerade zurückgezogen. Der Zeitung „Politiken“ zufolge hatte der Hersteller früher schon zweimal Produkte wegen Listerien zurückziehen müssen. Die Keime stecken oft in Fleisch oder rohem Fisch und sind gerade für ältere und chronisch kranke Menschen gefährlich.

Von

dpa

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