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09.04.2013

23:34 Uhr

Tote und Verletzte

AKW übersteht offenbar Erdbeben im Iran

Ein schweres Erdbeben hat im Iran zwei Dörfer zerstört. Mindestens 32 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Aus dem nahegelegenen Atomkraftwerk Buschehr trat nach Angaben des Iran keine Strahlung aus.

Viele Tote und Verletzte bei Erdbeben nahe AKW im Iran

Video: Viele Tote und Verletzte bei Erdbeben nahe AKW im Iran

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Dubai/TeheranBei einem schweren Erdbeben in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr sind am Dienstag mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 850 Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Buschehr, Shapour Rostami, der staatlichen Nachrichtenagentur Fars.

Ein schweres Erdbeben zerstörte Häuser in der iranischen Stadt Buschehr. (Foto: Reuters/Mehr News Agency) Reuters

Ein schweres Erdbeben zerstörte Häuser in der iranischen Stadt Buschehr. (Foto: Reuters/Mehr News Agency)

Iranischen Medien zufolge wurden bei dem Beben zwei Dörfer zerstört, eines davon völlig. Viele Häuser wurden beschädigt. Die Internationale Atomenergiebehörde in Wien teilte mit, der Iran habe sie darüber informiert, dass das Atomkraftwerk keinen Schaden erlitten habe und dass keine Radioaktivität ausgetreten sei.

Zwischen dem Epizentrum des Bebens der Stärke 6,3 und dem AKW-Standort hätten etwa 80 Kilometer gelegen, sagte der Provinz-Abgeordnete Abdulkarim Dschomeiri der Agentur Irna. Ein Mitarbeiter des russischen Kraftwerkbauers Atomstroyexport sagte der Agentur Ria, das Beben habe den AKW-Betrieb nicht beeinträchtigt. "Die Strahlenwerte sind ganz im Rahmen der Normen", fügte er hinzu.

Die Erdstöße waren in der gesamten Golfregion zu spüren. 14 Nachbeben erschütterten das Gebiet im Iran. Aus Angst vor Nachbeben flüchteten viele Bewohner ins Freie. Das heftigste der Nachbeben erreichte eine Stärke von 5,2.

In Teilen der Region waren die Menschen von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten. Die Behörden versuchten mit Hilfe von Hubschraubern noch vor Sonnenuntergang einen Überblick über die Schäden zu bekommen, sagte der Leiter für Rettungseinsätze beim Roten Halbmond, Mohammad Mosaffar.

Im ganzen Land wurde eine dreitägige Trauerperiode ausgerufen. Das geistige Oberhaupt der islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, sprach den Opfern sein Mitgefühl aus und ermahnte die Behörden alle Anstrengungen zu unternehmen, um Leben zu retten und den Betroffenen zu helfen.

In Katar und Bahrain wurden Bürogebäude evakuiert. Auch in Dubai zitterte die Erde. Die arabischen Golfstaaten und westliche Experten hatten schon früher kritisiert, dass das Kraftwerk Buschehr in einer Erdbebenzone steht.

Bereits am Sonntag hatte ein leichteres Erdbeben die seismisch aktive Zone erschüttert. 2003 waren bei einem Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Landes rund 26 000 Menschen getötet worden.

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Kommentare (1)

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ZH1006

09.04.2013, 23:16 Uhr

"Es trat keine Strahlung aus"
Wie immer. Schauen wir mal.

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