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04.02.2015

19:26 Uhr

Transasia Airways

31 Tote bei Absturz mitten in Taipeh

Beim Absturz eines Flugzeugs in Taiwan sind mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Dramatische Aufnahmen zeigen, wie die Maschine in Taipeh eine Brücke streift und in einen Fluss stürzt. Viele Fragen bleiben offen.

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Amateurvideo zeigt Absturz der Transasia-Maschine

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TaipehBeim dramatischen Absturz eines Flugzeugs in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh sind mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Auch 14 Stunden nach dem Unglück am Mittwoch wurden noch zwölf Insassen vermisst, wie die Nachrichtenagentur Central News Agency unter Berufung auf die Luftverkehrsbehörde (CAA) berichtete. 15 Menschen wurden verletzt geborgen. Ein Amateurvideo zeigt, wie die Maschine kurz nach dem Start eine Brücke in einem Wohngebiet der Millionenstadt rammte und in einen Fluss stürzte.

Die Bergungsarbeiten kamen nur langsam voran. Bis zum späten Abend Ortszeit gelang es Rettungskräften, mit einem Kran einige Wrackteile aus dem Fluss zu ziehen. Zunächst herrschte Verwirrung, wie viele Menschen noch in Wrackteilen im Wasser eingeschlossen oder von der Strömung abgetrieben worden waren. Von Schlauchbooten aus versuchten Rettungskräfte, Überlebende aus den Trümmern im Wasser zu ziehen.

Flugzeugtragödien asiatischer Airlines

4. Februar 2015: Transasia Airways GE235

Eine von der Fluggesellschaft Transasia Airways betriebene Turboprop-Maschine vom Typ ATR 72-600 neigt sich in der Luft zur Seite, trifft eine Hochstraße und ein Taxi und stürzt in einen Fluss. An Bord befinden sich 58 Menschen, mindestens 19 kommen ums Leben. Das Flugzeug verunglückt kurz nach dem Start vom Taipeher Sungshan-Flughafen auf dem Weg zur Inselgruppe Kinmen. Die meisten Passagiere stammen vom chinesischen Festland.

28. Dezember 2014: Air Asia QZ8501

Ein Flugzeug der Billigfluggesellschaft Air Asia stürzt auf dem Weg von der indonesischen Stadt Surabaya nach Singapur in die Javasee. An Bord befinden sich 162 Menschen, von denen bis Anfang Februar 90 geborgen werden.

Der Kontakt zu dem Airbus A320-200 mit mehrheitlich indonesischen Passagieren an Bord war rund 42 Minuten nach dem Start abgebrochen. Der Pilot hatte sich zuvor um Erlaubnis bemüht, in größere Flughöhe aufzusteigen. Ermittler sagen, die Maschine sei in einen gefährlich schnellen Aufstieg gegangen, was zu einem Strömungsabriss (englisch: Stall) geführt haben könnte, der zum Absturz führte. Sie untersuchen, ob Turbulenzen oder Aufwind zu dem drastischen Aufstieg beigetragen haben.

23. Juli 2014: Transasia Airways GE222

Eine Turboprop-Maschine der Transasia Airways stürzt in Häuser auf der Insel Penghu, westlich der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh, als sie einen zweiten Landeversuch unternimmt. Vier Besatzungsmitglieder und 44 Passagiere an Bord der ATR 72-500 kommen ums Leben. Zehn Passagiere überleben das Unglück. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschen starker Regen und schlechte Sichtverhältnisse.

17. Juli 2014: Malaysia Airlines MH17

Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines wird über einer von prorussischen Separatisten gehaltenen Gegend in der Ostukraine abgeschossen. Alle 298 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord kommen ums Leben, die meisten davon niederländische Staatsbürger.

Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Nach Angaben niederländischer Ermittler wurde das Flugzeug wahrscheinlich von mehreren „mit hoher Energie betriebenen Objekten“ getroffen. Wie die niederländische Polizei sagt, wurde die Passagiermaschine wahrscheinlich von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die prorussischen Rebellen in der Ostukraine bestreiten eine Verwicklung in den Absturz.

8. März 2014: Malaysia Airlines MH370

Das Verschwinden von Flug MH370 gehört zu den größten Rätseln der modernen Luftfahrt. Es wird davon ausgegangen, dass die Boeing 777 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vor der Küste von Westaustralien in den Indischen Ozean stürzte. An Bord befinden sich 239 Menschen. Bis heute sind bei der Suche im Meer keine konkreten Hinweise auf den Verbleib der Maschine gefunden worden.

Die Behörden haben einen Terrorakt als Ursache für den Absturz zwar ausgeschlossen, doch bleiben Verschwörungstheorien weiter bestehen. Malaysia Airlines hat inzwischen offiziell erklärt, dass MH370 abgestürzt sei und vom Tod aller Passagiere ausgegangen werde. Dadurch können Angehörige der Opfer Entschädigungen beantragen.

An Bord waren 53 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Die Leichen des Piloten, Kopiloten und Flugingenieurs wurden am Abend geborgen. Die Maschine war in drei Teile gebrochen. Für die taiwanesische Fluggesellschaft TransAsia war es schon das zweite Unglück innerhalb von sieben Monaten. Die Ursache lag zunächst völlig im Dunkeln. Die Auswertung der Daten aus der inzwischen geborgenen Blackbox des Flugzeuges soll Aufschluss über die Hintergründe geben.

Ein Autofahrer hatte die dramatischen Szenen gefilmt, die unter anderem bei Youtube zu sehen sind. Die Maschine krachte kurz nach dem Start vom Songshan-Flughafen in der Innenstadt der Millionenmetropole mit einer Tragfläche gegen eine Brücke und ein Taxi. Dann stürzte sie in den Keelung-Fluss. Auf den verwackelten Bildern taucht die zweimotorige Maschine plötzlich hinter Hochhäusern auf, ehe sie über der Brücke niedergeht und in den Fluss stürzt.

Kommentare (1)

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Herr Stefan Niedermeier

04.02.2015, 10:00 Uhr

Soweit man das auf dem Video erkennen kann haben die Piloten vergessen die Klappen zu setzen, dann kam was kommen musste...

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