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08.11.2011

11:39 Uhr

Trauer um Eisbär

Ein Denkmal für Knut

Unter den zahllosen Fans war die Trauer groß, als der berühmte Eisbär Knut im Zoo Berlin plötzlich starb. Eine Bronzeskulptur soll nun an den Besuchermagneten erinnern. Die Kosten sind stattlich.

Knut sagt Auf Wiedersehen: Der Eisbär soll zum Denkmal werden. dpa

Knut sagt Auf Wiedersehen: Der Eisbär soll zum Denkmal werden.

BerlinDer Eisbär Knut bekommt ein Denkmal. Zur Erinnerung an den Publikumsliebling, der am 19. März im Alter von nur vier Jahren im Zoologischen Garten Berlin plötzlich gestorben war, soll ein bildender Künstler eine Skulptur des Bären schaffen. Das teilte die Fördergemeinschaft Freunde des Hauptstadtzoos am Dienstag mit, die gleichzeitig einen Ideenwettbewerb startete. Bis 20. Dezember soll die Bronzeskulptur entworfen werden. Sie soll, so heißt es, „den jungen Eisbären Knut in Lebensgröße darstellen“. Die Skulptur soll dann im Frühjahr 2012 im Zoo aufgestellt werden. 

Finanziert werden soll das Kunstwerk aus Spenden. Nach dpa-Informationen sind dafür etwa 50.000 Euro kalkuliert. Mit dem Knut-Denkmal setzt der Zoo eine Tradition fort. Auch an mehrere andere ehemalige Publikumsmagneten wird im Zoo erinnert, so gibt es große Denkmäler für Gorilla Bobby und Flusspferd Knautschke. Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz hatte bereits kurz nach dem Tod von Eisbär Knut ein solches Denkmal angekündigt. 

Der Vorsitzende der Zoo-Förderer, Thomas Ziolko, sagte laut einer Mitteilung: „Knut wird in den Herzen vieler Besucher weiterleben, dennoch gilt es mit dem Denkmal etwas Bleibendes für kommende Generationen zu schaffen, damit die Einzigartigkeit dieser Tierpersönlichkeit erhalten bleibt.“ Anders als zunächst geplant müssen die zahlreichen Fans allerdings weiter darauf warten, dass der präparierte Knut den Besuchern im Berliner Naturkundemuseum gezeigt wird. Fell und Skelett des Bären werden seit der Obduktion durch Experten des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung im Naturkundemuseum in einer speziellen Lösung und Kältekammer aufbewahrt. Knut soll erst gezeigt werden, wenn ein Konzept gefunden wurde, zum Beispiel in einer speziellen Ausstellung über globale Klimaerwärmung und die Folgen für die bedrohte Tierart. 

Eisbär Knut, den zu Lebzeiten mehr als elf Millionen Menschen im Berliner Zoo besucht haben, war am 19. März auf dem Bärenfelsen plötzlich zusammengebrochen, ins Wasser gestürzt und innerhalb weniger Minuten ertrunken. Ursache war eine Virus-Infektion, die zu massiven Veränderungen im Gehirn geführt hatte.

Von

dpa

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